Für heute einmal harte Fakten!

Harte Kontaktlinsen? OK, aber warum? Vom Hörensagen spricht erst einmal alles dagegen. Alleine der Name verspricht nichts Gutes. Aber Hallo: Halbwissen oder Vorurteile? Nein, lieber nicht. Deshalb entrümpeln wir heute unseren präfrontalen Kortex und stürzen uns lieber auf fundierte Fakten.

Foto von Liviu Florescu auf Unsplash

Wunderbar unkompliziert!

Die Vorteile dieser Kontaktlinse liegen glasklar auf der Hand. Die Kontaktlinsen punkten bei der Handhabung. Das Auf- und Absetzen der Linsen ist easy peasy! Echt? JA!

Die Linsen sind im Vergleich zu Weichlinsen deutlich kleiner, haben eine feste Formgebung und sind schwuppdiwupp am richtigen Ort. Ich garantiere eine Trefferquote von 95%. Die restlichen 5%? Logisch: Auch bei mir geht mal was daneben. Na und! Dann probiere ich es halt wieder! Aufgeben gilt nicht.

Ah ja und die Pflege der kleinen Wunderdinger! Das geht zack-zack, ich brauche dafür keine fünf Minuten. Morgens bin ich schnell am Start: Meine Linsen warten in einer frischen Aufsetzlösung auf mich und landen husch-husch auf meinen Augen. Selbst als Morgenmuffel ist das keine grosse Kunst.

Abends verabschiede ich mich frühzeitig von meinen beiden Kontaktfreunden  – ich gönne meinen Augen eine kleine Auszeit – und reinige meine federleichten Linsen rundherum – wie von meinem Augenoptiker eingeimpft.
That’s it!

Nicht zu vergessen: Ich sehe mit meinen Kontaktlinsen um einiges besser als mit meinen «alten» Weichlinsen. Und darum geht’s doch! Oder nicht? Es sind Welten dazwischen! Und das ist nicht übertrieben! Ehrenwort! Glauben müsst Ihr mir das jetzt trotzdem. Ich sage ja: harte Fakten!

Auf Kuschelkurs!

Ohlala … ich spüre leichten Gegenwind 😉: Einige von Euch rümpfen langsam die Nase! Von wegen Gewöhnung und so. Ja ok!
Ich hatte tatsächlich ein paar Tage bis die beiden Kontaktlinsen und ich eins waren. Das anfängliche Kitzeln hat sich sehr schnell beruhigt. Inzwischen ist es ein Hauch von Nichts auf meinen Augen. Ich sage immer: Auch an einen neuen Schuh musst Du Dich gewöhnen. Für uns Frauen ohnehin kein Problem 😊.

Ein Meer an Tränen

Ihr merkt: Ich nehme langsam Fahrt auf und lass nicht locker.
Picken wir uns doch noch den Aspekt «Verträglichkeit» heraus. Ich meine damit: Wie gesund sind diese harten Linsen? Die hochgepriesene Sauerstoffdurchlässigkeit ist natürlich auch für harte Kontaktlinsen erfüllt. Ist aber nicht Matchentscheidend!
Die harten Linsen bedecken nur einen kleinen Teil auf dem Auge. ERGO: die Linsen schwimmen auf einem Meer von Tränen und bewegen sich munter auf dem Auge hin und her. Was bedeutet: Die Tränenflüssigkeit tauscht sich fortlaufend aus. UND: Der Sauerstoff kommt auf direktem Weg zur Hornhaut. Also: Langfristiges Wohlbefinden inklusive.

Hallo Staub!

Hier das Schlusswort für alle Skeptiker und Zweifler: Klar, es gibt auch einen Wehmutstropfen bei der ganzen Geschichte. Ab und an kommt mir ein klitzekleines Staubpartikel unter die Kontaktlinse. Na toll! Ja was soll ich dazu sagen? Es stimmt! Dann und wann schleicht sich ein Stäubchen in den Tränenfilm und marschiert frischfröhlich über das Auge. Nicht nett. Aber was soll’s. Ich habe gelernt zu warten 😊.
Mein Tipp: Leicht nach unten schauen, einfach den Tränen freien Lauf lassen, mit einem Finger sachte das Oberlid touchieren und sanft massieren. Und nicht nur in Zeiten von Corona wichtig:  Hände bestenfalls mit Seife waschen und/oder desinfizieren.

Zugabe

Was vergessen? Da fällt mir noch ein: Das Preis-Leistungsverhältnis ist eine Bombe. Die Linsen tauscht mein Augenoptiker spätestens nach zwei Jahren aus. Und obendrauf ist es dann noch eine umweltfreundliche Kontaktlinse!

Fragen? Gut keine 😊! April, April! Natürlich, her damit!