Nett = langweilig?

Hallo? Hallo? Haaaaaallloooooo?!? Wollte diese Frau gerade etwas von mir? Ich bin vertieft in mein Buch, klebe an der Geschichte, bin mittendrin – gerade laufe ich dem Schurken hinterher 🤣 – . Und ausgerechnet JETZT …
In der rechten Hand  mein „Coffee to go“, links mein spannendes Buch. Endlich Pause, frische Luft und diese verdammt packende Story. Manchmal frage ich mich tatsächlich, ob ich irgendwelche Lockstoffe ausdünste, die anderen Menschen signalisiert, mich ungefragt anzusprechen. Es passiert mir am laufenden Meter.

Foto von Andrew Thornebrooke auf Unsplash

Knurrig hauche ich ein «Ja bitte?» und schaue wartend in das freundliche „Inge Meysel-Gesicht“. Sofort fühle ich mich schlecht. „Mama Mia, sei doch bitte etwas freundlicher.“ Meine innere Stimme mahnt mich mit erhobenen Zeigefinger zur Contenance. Die alte Frau nimmt es mir offenbar nicht übel.

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Mehr Mut zum „Nein sagen“!

Das erste «Nein» kommt in der Regel von den Eltern: «Nein pfui, nicht anfassen!». Spätere «Neins» gehören in die Trotzphase und Pubertät, dann ist es eher ein provozierendes «Nein» aus der Kategorie «Mann, sind die doof».

Noch viel später in der Arbeitswelt ist es anstrengend zu allem „Ja und Amen“ zu sagen, denn plötzlich wird die Ressource «Zeit» knapp und schnell wird klar: «Das Alles werde ich nicht gleichzeitig schaffen!»

Ehrlich gesagt: Neinsagen braucht Mut und selbst die vermeintlich ehrlichen Menschen machen das nicht einfach so «mit links». Als überzeugter «Nicht-immer-Ja-Sager» weiss ich nämlich ziemlich genau: ein «Nein» frisst enorm viel Energie. Und: es braucht dafür auch immer die notwendige Tonalität. „Mehr Mut zum „Nein sagen“!“ weiterlesen