Blinde Kuh?

Ein lustiger und spannender Vortragsabend mit Martin Ott liegt hinter mir. Der unterhaltsame Landwirt und Zukunfsdenker hat eine besondere Beziehung zu Tieren. Uns erzählte er erstaunliche Dinge über die Kommunikation zu Kühen und wie man über sie die Welt besser verstehen lernt.

Kuh_online_ch_2Selbstverständlich hat mich natürlich besonders interessiert, was eine Kuh sieht und wie sie ihr Umfeld wahrnimmt. Grundsätzlich sieht eine Kuh relativ schlecht, konkret nimmt sie lediglich Schatten wahr. Dafür hat sie einen Rundblick, da sich ihre Augen seitlich am Kopf befinden.

Bildquelle: www.kuh-online.de

Nur ein kleiner toter Winkel im hinteren Bereich muss durch eine Kopfdrehung wett gemacht werden. Es empfiehlt sich daher, sich nicht in diesem Bereich aufzuhalten, da sich das Tier ansonsten erschrecken könnte.

Die tief dunklen Augen sind gross und ausdrucksstark, besitzen aber keine Pupille. Stark befeuchtet und tränend halten sie ihre Schleimhäute sauber und schützen ihre Augen vor allem im Sommer vor den Fliegen.

Auch wenn der Sehsinn der Kuh nicht so gut wie beim Menschen ausgebildet ist, hört sie dafür viel besser und hat ein besonders guten Geruchssinn.

Interessant ist die Wahrnehmung der Kuh auf das reduzierte Grundmuster, dem Quader. Dies gilt für die Wahrnehmung der Kühe untereinander und auch zum Menschen. Die Kuh nimmt also ihre Artgenossen in Form eines Rechtecks wahr. Deshalb ist der Körperteil der Kuh, die Hörner, ein wichtiges Ausdruckselement, was sich aus dem Rechteck entzieht. Bei älteren Kühen kann man sogar eine Verdrehung der Hörner beobachten. Über die Position der Hörner oberhalb zum wahrgenommen Körperrechteck kommunizieren die Kühe miteinander und auch mit uns. Wichtig dabei ist, sich nicht vor der Kuh als „Rechteck“ aufzubauen, da sie uns ansonsten mit einem Rechteck verwechselt. Also: Nicht den Kopf einziehen oder sich bücken! Dies könnte für uns gefährlich ausgehen.

Der Kuh-Flüsterer hat uns auf beeindruckende Art die Kuh näher gebracht. Wer mehr von Martin Ott und seinen Beobachtungen mit Kühen erfahren möchte, dem empfehle ich sein interessantes Buch mit tollen Fotos!

„Kühe verstehen – eine neue Partnerschaft beginnt“, erschienen im Fona-Verlag

Wäää! Augapfel lecken!

Es gibt Dinge, die kann man zunächst einfach nicht glauben. Auf meinen Weg in den Feierabend, lese ich in der Zeitung folgende Schlagzeile: „Der letzte Schrei aus Japan: Augapfel lecken“. Dazu ein wirklich unappetitliches Bild. Für die Unerschrockenen unter Euch, hier der Link.

Offensichtlich gibt es in der letzten Zeit einige japanische und amerikanische Teenager, die sich durch einen speziellen Körperkontakt näher kommen. Sie lieben es nämlich, wenn man ihnen den Augapfel abschleckt. Es soll so wunderbar Kribbeln. Nun kommt es natürlich zu bakteriellen Infektionen, Bindehautentzündungen und irreparabelen Schäden (wen wundert’s).

Ich habe mich natürlich im Internet schlau gemacht, ob es dazu noch mehr „appetitliche“ Infos gibt und stellt Euch vor, es gibt sogar einen Fachbegriff dafür: „oculolinctus“ oder „worming“. Der Trend wird bei den Jugentlichen als „Eyeball-Licking“ bezeichnet und kommt ursprünglich aus Japan. Ein japanischer Lehrer hatte zwei Schüler in einer Abstellkammer beim Eyeball-Licking erwischt, worauf er eine Umfrage mit Sechsklässlern an seiner Schule startete. Das Ergebnis zeigte, dass ein Drittel bereits aktiv oder passiv Eyeball-Licking gemacht hatten.

Man darf gespannt sein, welche Überraschungen unsere Erwachsenen von morgen noch für uns bereit halten werden.

Der Augenarzt hat mir eine Kamera ins Auge eingebaut…

Das Leben schreibt einfach die besten und vor allem spannendsten Geschichten.Dies ist die abenteuerliche Geschichte von meiner charmanten 50jährigen Neukundin:

Vor etwa zwei Jahren hatte sie den inständigen Wunsch sich die Augen zu lasern. Schliesslich klappte es ja auch bei ihren beiden Schwestern. Warum also nicht auch bei ihr?  Der Augenarzt überzeugte sie aber von einer noch besseren Methode. Wissen Sie, der Augenarzt hat mir eine Kamera ins Auge eingebaut. Leider hat es mit der ersten Kamera nicht funktioniert, auch die Operation der zweiten Kamera ist nicht geglückt. Der Augenarzt hat mir daraufhin eine Kontaktlinse aufgesetzt, damit konnte ich aber überhaupt nichts sehen. Sein Wunsch (!) wäre es nun, bei uns abklären zu lassen, welche Kontaktlinse die beste Korrektur für eine Monovision bietet, damit er danach das linke Auge lasern könne.

WAS?! Nun war ich doch ein wenig sprachlos (und das passiert mir sehr selten).Was genau hat er denn bei Ihnen ins Auge eingebaut? Ich fragte behutsam nach, damit ich die Sachlage auch wirklich richtig verstand.

Na ja, eine Art Scheibchen in Form einer Blende.

Aha. Nun wusste ich, um was es sich dabei genau handelte und mir dämmerte, was sie mit ihrem bezaubernden französischen Slang versuchte mir zu erklären.

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Schon einmal gesehen?

Basalzellen sind Zellen, die sich in den tiefen Zellschichten des Epithels befinden. Es sind sogenannte Reservezellen und sorgen für die Regeneration abgestorbener Epithelzellen.Die Basalzellen des Epithels werden durch eine Lasik-Operation nach hinten verschoben.

Bei fast fünfzehn Prozent aller Lasik-Operationen wachsen postoperativ Epithelzellen in die Grenzfläche zwischen Flap und Stroma ein (Rapuano, 2010). Dies wird als Epitheleinwachsung nach Lasik bezeichnet. Die Epithelzellen können bereits während der Operation in das Stroma hineinwandern oder auch noch nach Monaten und Jahren in die Grenzfläche gelangen.

Die Betroffenen haben oft starke Schmerzen. Die absterbenden Epithelzellen setzen Enzyme frei, die grössere Schäden am Hornhautstroma und Flap verursachen können.

Epitheleinwachsung nach LASIK_Bild_Dieter Muckenhirn_480

 

 

 

Das ist mir echt schleierhaft!

Eine langjährige Kundin von mir bekam vorletzte Woche ihre neuen formstabilen Kontaktlinsen. Entnervt schilderte sie mir einige Tage später, dass die Kontaktlinsen nur für wenige Stunden getragen werden können, da sie in kürzester Zeit beschlagen und sie dadurch eine sehr schlechte Sicht habe. Das ist mir echt schleierhaft, wie das passieren kann. Die Doppeldeutigkeit in ihren Worten brachte mich zum Schmunzeln. Meine Kundin, eine Kosmetikerin in den besten Jahren, hatte sich so viel Makeup um die Augen „gesalbt“, dass es beim Blick in die Spaltlampe so aussah, als wäre es Weihnachten! Glitzerförmige farbige Partikel spazierten fröhlich mit dem Lidschlag über die Linsenfläche. Kein Wunder, dachte ich mir, sprach es aber vorsichtshalber erst einmal nicht aus. Durch eine bedächtige Fragestellung 🙂 tastete ich mich vor: Könnte es möglich sein, dass sie sich neuerdings mit neuen Produkten der Augenpflege versorgen, die zur Zierde des Gesichts dienen, aber sich eventuell suboptimal auf den Verschmutzungsgrad der Kontaktlinsen auswirken? Sie schaute mich verdutzt an. Sicher, in meinem Beruf teste ich natürlich alles Neue selber aus! Ja, meinen Sie, das könnte eventuell der Grund sein?  Ich nickte und erklärte ihr den Sachverhalt. Makeup, Augengels oder -creme, Sonnencreme und so weiter wandern problemlos über die Augenlidkante ins Auge hinein und von dort aus über den Lidschlag auf die Oberfläche der Kontaktlinsen. Eine schlechte Benetzung der Kontaktlinse aufgrund der fettigen Oberfläche der Linse führt dann auch zu einer schlechten Sicht. Das klingt logisch, meinte sie. Und was mache ich jetzt?

Tipps:

  • Beim Kauf von Kosmetikartikeln für die Augen (Mascara, Lidschatten) auf Kontaktlinsenträger geeignete Produkte achten.
  • Den Kajal nicht direkt auf der Lidkante, sondern unterhalb der Lider, entlang der Wimpern anbringen.
  • Augengels nicht zu nahe an den Augenlidkanten auftragen.
  • Puder und glitzerhaltige Cremes sind nicht empfehlenswert.
  • Zuerst schminken, dann Kontaktlinsen aufsetzten. Zuerst Kontaktlinsen absetzten und dann abschminken.
  • Beim Abschminken auch die Lidränder gründlich reinigen. Gut eignet sich ein mit warmem Wasser befeuchteter Wattepad. Dafür das untere Augenlid mit einem Finger nach unten ziehen und das obere Lid nach oben ziehen, damit die Lidränder gut erreicht werden können. Für jedes Auge einen neuen Pad verwenden.
  • Zum Reinigen der Kontaktlinsen einen tensidhaltigen (seifenähnliche Substanzen), bestenfalls einen alkoholhaltigen Reiniger verwenden. Darauf achten, ob sich der Reiniger auch für den Kontaktlinsentyp (formstabil oder weich) eignet. Danach die Linsen mit entprechenden Abspüllösungen abspülen.
  • Nachfettende Handseife kann die Kontaktlinsen beim manuellen Reinigen zusätzlich verschmieren.
  • Bei der Verwendung von Haarspray immer die Augen schliessen, damit die Partikel nicht auf die Kontaktlinsen geraten.

Meine Kundin hat mich nach einigen Tagen darüber informiert, dass nun alles wieder in Ordnung sei. Der Übeltäter sei die abends aufgetragene Augencreme gewesen, die zwar zu einer Reduzierung der Fältchen führen soll, aber eben dieses Geschmier verursacht. Durch das Auftragen der Creme mit etwas Abstand zur Augenlidkante sei es nun wieder wie früher und den Kampf gegen die Falten werde sie damit nicht so schnell aufgeben müssen.

10 Fragen an Yvonne Gier

  • Yvonne_Gier_130, ledig
  • Position:Mitglied der hechtschen Anpassberatung
  • Ausbildung: B. Sc. Augenoptik
  • Sprachen: Deutsch, Englisch, Spanisch und eweng Badisch
  • Liebste Hobbies: Tennis, MTB, Fotografie

Was war Dein erster Job? 

Babysitting (ist die Frage, wer da mehr Spaß an der Ritterburg hatte!)

Was magst Du an unserer Branche?

Das es niemals langweilig wird.

An welches Ereignis in Deiner Karriere erinnerst Du Dich am liebsten?

An die Ausbildungszeit im Laden. Das war einfach schön.

Was wäre Dein Traumjob?

Auf einer Alm zu arbeiten. In Ruhe eine Arbeit nach der anderen fertig zu machen und Abends zu sehen, was man den Tag über geschafft hat. Stelle ich mir befriedigend vor.

Welche Persönlichkeit hättest Du gerne einmal getroffen?

John Lennon – aber ohne Yoko!

Wie bringt man Dich zum Lachen?

Wenn man aufmerksam durchs Leben geht, gibt‘s doch immer was zu lachen! Hoch lebe die SituationsKomik!

Worüber ärgerst Du Dich am meisten?

Überwiegend über mich selbst.

Auf welchen Luxus könntest Du am ehesten verzichten?

Auf den Fernseher

Wenn ich 15 Minuten nur für mich habe…

…gibt es immer was, was ich noch im Internet nachgucken wollte.

Welche Ratschläge würdest Du einem jungen Unternehmer heute geben?

Nicht auf meine wertvollen Ratschläge zu hören!

  • James Bond oder Batman? Bei Batman am liebsten den Joker, aber den hebe ich mir für später auf! Also: James Bond
  • Bier oder Wein? Wein
  • Kreuzfahrt oder Safari? Safari
  • Winnetou oder Old Shatterhand? Old Shatterhand
  • Berge oder Meer? Hier kommt der Joker ins Spiel!
  • Joggen oder Walken? Joggen

(1 Joker)

Du bist mein Augenheld!

Jetzt muss ich Euch allen die Geschichte von meiner sympathischen Sportskollegin Lara erzählen. Lara ist übersichtig und hat dazu noch eine starke Hornhautverkrümmung. Ich habe sie im Fitnesscenter kennen gelernt und zu Beginn trug sie auch immer eine Brille. Ich fand das eigentlich immer schade, da durch das Schwitzen und die Bewegung – ja, wir bewegen uns beim Sport 🙂 – eine Brille eher störend als hilfreich ist. Nein, weisst Du, ich habe schon alles ausprobiert: Monatslinsen, Tageslinsen und auch einmal formstabile Linsen, aber das hat überhaupt nicht funktioniert. Na ja, wie lange hast Du denn die formstabilen Linsen getestet, frage ich nach. Also, die konnte ich nur eine Stunde tragen, entgegnet sie. Gut, das ist aber viel zu kurz um zu entscheiden, ob es geht oder eben nicht. Eine Chance hat diese Kontaktlinse ganz sicher verdient, weil sie dein Augenproblem lösen könnte. Echt, das wäre natürlich super.

Gesagt, getan: Nach sage und schreibe einem halben Jahr (!) Probetragen – ist zum Glück bei nicht allen Einsteigern so!!!! – hat sie es geschafft. Und wisst Ihr was das Lustige dabei war? Sie war in den Ferien auf Ibiza !!!! und kam zurück nach Hause und alles war plötzlich gut. Was die Insel Ibiza für magische Kräfte für das Kontaktlinsen tragen hat, weiss ich allerdings bis heute nicht. Auf alle Fälle trägt sie nun täglich die formstabilen Linsen, bei der Arbeit und auch im Sport und ist super happy!

Gestern sagte sie zu mir: Du bist mein Augenheld! Was für ein Kompliment 🙂

Schon einmal gesehen?

Okulärer Albinismus
 

Beim Albinismus handelt es sich um einen Gendefekt. Die Produktion des wertvollen Pigments Melanin wird im Körper wenig oder ganz blockiert. Die Regenbogenhaut der Augen ist blau, grau, grün oder braun. Je nach Lichteinfall erscheint die Iris aber rot, da der rote Augenhintergrund durch die Pigmentarmut der Blutbahnen durchschimmert. Die Augen können den Lichteinfall nicht regulieren und die Betroffenen haben dadurch eine stark verminderte Sehfähigkeit.

In dem vorliegenden Fall handelt es sich um ein 18jähriges türkisches Mädchen mit einem okulären Albinismus. Dabei hat sich der Melaninmangel ausschliesslich auf die Augen ausgewirkt. Die Haare und die Haut sind normal pigmentiert. Das Mädchen leidet zudem noch unter einem Nystagmus (Augenzittern). Im Foto sind die Augenlinse und auch die Zonulafasern sehr gut erkennbar. Die elastischen Zonulafasern stabilisieren die Augenlinse und übertragen die Bewegung des Ziliarmuskels auf die Linsenkapsel. Damit kann sich die Augenlinse auf die unterschiedlichen Sehentfernungen einstellen.

Das Mädchen wurde mit individuellen weich-torischen Kontaktlinsen erfolgreich versorgt. Das Augenzittern konnte mit der optimalen Korrektur vermindert werden.

10 Fragen an Elisabeth Muckenhirn

Saas Fee_Elisabeth_Muckenhirn_40046, glücklich liiert

Position: Kontaktlinsenanpasserin bei Pfarrer Kontaktlinsen und Geschäftsführerin bei Ascon Contactlinsen AG (Vertrieb von Hechtlinsen in der Schweiz)

Ausbildung: Staatlich geprüfte Augenoptikerin und Augenoptikmeisterin

Sprachen: deutsch, berndütsch, ein wenig englisch und französisch

Liebste Hobbies: Ski Alpin, Body Combat, Lesen, Kochen und Backen

 

Was war Dein erster Job?

Ich war in einem Restaurant in der Küche als Spüler angestellt. Von meinem ersten Gehalt habe ich mir dann ein Rennrad gekauft.

Was wäre Dein Traumjob?

Innenarchitektin oder Spitzensportlerin.

Was magst Du an unserer Branche?

Den Kontakt mit den unterschiedlichsten Menschen. Und die vielen schönen Momente, wenn man seinem Kontaktlinsenträger zu gutem Sehen und komfortablen Tragen seiner Linsen helfen konnte.

An welches Ereignis in Deiner Karriere erinnerst Du Dich am liebsten?

Als mich mein ehemaliger Chef fragte, ob ich bei ihm in der Schweiz arbeiten wolle. Die Schweiz war schon damals meine absolute Traumdestination.

Welcher Persönlichkeit würdest Du gerne einmal Kontaktlinsen anpassen?

Roger Federer!

Worüber ärgerst Du Dich am meisten?

Über Ungerechtigkeiten, Diskriminierung und fehlende Fairness.

Wie erholst Du Dich am besten vom Stress?

Beim Sport.

Dein wichtigstes Ziel im Leben?

Gesund zu bleiben.

Wenn ich 15 Minuten nur für mich habe…

… dann werde ich ein gutes Buch (am liebsten einen Thriller) lesen.

Hast Du bei der Arbeit Vorbilder?

Meinen Vater!

Welche Ratschläge würdest Du einem jungen Unternehmer heute geben?

Es braucht auf alle Fälle viel Herzblut und jede Menge Geduld und Geld, aber in erster Linie eine gute Idee, dessen Masterplan und auch einen Plan B.

  • James Bond oder Batmann? Daniel Craig alias James Bond
  • Bier oder Wein? Wein
  • Tatort oder Traumschiff? Tatort
  • Winnetou oder Old Shatterhand? Old Shatterhand
  • Berge oder Meer? Berge
  • Schwarzwälder Kirschtorte oder Streuselkuchen? Streuselkuchen

(1 Joker)