Was jetzt: J a oder N e i n?

„PUH … ehrlich gesagt: JEIN!“ „OHHH … komm schon. Mach jetzt nicht auf Spielverderber. Warum tust Du Dich mit dieser Entscheidung so schwer?“

Tja, wenn’s immer so einfach wäre.

Easy Peasy Entscheidungen

Die neuen Sneakers sind schnell eingetütet. Stop & Go- Entschlüsse sind extrem schnell und ohne Wenn und Aber. OK … ich gebe zu, das ist zumindest bei mir so 😉 . Zu genau weiss ich für was mein Herz höher schlägt und wann ich besser die Finger davon lasse.

Es ist aber ein echter Unterschied, ob ich einen neuen Sportschuh kaufe oder tatsächlich einen bedeutsamen Schritt in Richtung Zukunft besiegle.

Foto von Albert Dera auf  Unsplash

Nach den Sternen greifen

Weitreichende und elementare Entschlüsse sind Weggabelungen – echte Wendepunkte im Leben. Ein neuer Job, Sprung in die Selbstständigkeit, Auswandern, Trennung – alles richtungsweise Entscheidungen. Diese trifft man nicht hier und jetzt und auch nicht von heute auf morgen. Ich übrigens auch nicht!

Kaum ist die bedeutende Entscheidung getroffen, bohren einen bereits die ersten Zweifel. Schliesslich kommt es zwangsläufig zu Konsequenzen. Die anfängliche Euphorie schwindet und leichte Unsicherheit lähmen die weiteren Schritte. Gute Nachricht: Das ist ganz normal und geht vorbei.

Fakt ist: Wir Menschen sind in diesen Momenten der Entscheidungen nicht im Friede-Freude-Eierkuchen-Modus.

Kluge Entscheidungen trifft man mit Hirnschmalz und Bauchgefühl

Völlig Wurscht, ob es kinderleicht war zu entscheiden oder es ein JA für ein bedeutsames Teufelskerl-Projekt ist: Wir entscheiden immer mit Herz und Verstand. Die Beiden sind einfach ein unschlagbares Team. Nichts geht ohne den anderen. Und das ist auch gut so.

Eine Bauchentscheidung fällt in 0.2 Sekunden – ein Wimpernschlag. Ein Torhüter beim Elfmeter. Nach dem Abschuss des Balls bleiben ihm eine halbe Sekunde Zeit. In welche Ecke soll er fliegen? Er spekuliert und vertraut seiner Intuition.

Glück gehabt: Der Goalie hält den Ball. Trotzdem: Allein das Bauchgefühl reicht nicht aus und kann uns auch täuschen. Nur weil der Schütze die letzten Male ins rechte Eck getroffen hat, heisst das nicht, er tut es wieder.

Auf geht’s zu entscheidenden Glückstreffern

Wir Alle haben eine Vorliebe für den Status Quo. Der ist uns schliesslich vertraut. Oder nicht? Nur: Wer immer auf Nummer Sicher geht, bleibt irgendwann stehen. Grenzen auszutesten und sich aus der Komfortzone – der persönlichen Sicherheitszone – zu bewegen, das ist verdammt mutig, aber für essentielle Entscheidungen immens wichtig. Also: Komfortzone verlassen!

Es gibt kein Richtig oder Falsch

Alle Unentschlossenen können sich entspannen: Die richtige perfekte Entscheidung gibt es nicht. Wir handeln immer nach bestem Wissen und Gewissen  – aber vor allem nach unserem besten Gefühl.

Faustregel: Entscheidungen, die bei uns keine positiven Empfindungen und den dafür notwendigen Tatendrang auslösen, sind Schnapsideen. Also lieber bleiben lassen.

Null-Fehler-Quote

Wer mutig ist, Entscheidungen trifft, wird Fehler machen. Na und! Das gehört einfach mit dazu. Punkt.

Schalter umlegen und los geht’s!   OK… der eine oder andere Gedächtnispalast ist überfordert, kommt nicht zur Ruhe und braucht erst einmal eine Mütze voll Schlaf. Das ist sicher empfehlenswert.

Und nicht zu vergessen: Für mich zählt  der ehrliche und konstruktive Ratschlags meines besten Buddies. Er setzt quasi das i-Tüpfelchen auf meine endgültige Entscheidung.