Mich brennt es in den Augen! Kann ich etwas dagegen tun?

Kennt Ihr auch das Gefühl von unangenehm brennenden Augen?

Die Ursachen dafür können sehr vielfältig sein. Bei bereits länger anhaltendem Augenbrennen in Verbindung mit Beschwerden wie Druck-, Trockenheits- oder Sandgefühl, Rötung oder auch Schmerzen, auf alle Fälle einen Augenarzt aufsuchen! Zu den häufigsten Ursachen zählen eine Bindehautentzündung, das sogenannte „Trockene Auge“, eine Entzündung des Augenlidrandes (Blepharitits) oder aber auch eine Entzündung zwischen Lederhaut und Bindehaut (Episkleritits). In diesen Fällen kann nur der Augenarzt eine Diagnose stellen, die Symptome finden und eine zielgerichtete Behandlung einleiten.

Brennende Augen können aber auch harmlose Ursachen haben wie:

  • Reizung der Augen aufgrund von trockener Heizungsluft, Klimaanlage, Rauch oder Zugluft
  • Überanstrengung der Augen vor allem aufgrund langer Bildschirmarbeit oder Müdigkeit
  • Medikamente (Anti-Babypille, Anti-Allergika, Psychopharmaka, Schlafmittel, blutdrucksenkende Arzneimittel etc.)
  • internistische Erkrankungen (Diabetes mellitus, rheumatoide Arthritis etc.)
  • unkorrigierte Fehlsichtigkeit

Abhilfemassnahmen (bei vorübergehendem Augenbrennen):

  • für ausreichende Luftfeuchtigkeit sorgen; Tipp: in der Heizperiode ein feuchtes Tuch auf den Heizkörper legen
  • regelmässige Pausen bei der Bildschirmarbeit einlegen (Regel: 20 Minuten Bildschirmarbeit, 10 Sekunden Pause)
  • Augen auf eine unkorrigierte Fehlsichtigkeit überprüfen lassen
  • Augen vor Zugluft schützen, vor allem beim Autofahren Gebläse nicht ins Gesicht richten
  • Leinölkapseln verbessern unseren Tränenfilm
  • viel trinken: je nach Alter sollten Jugendliche und Erwachsene pro Tag zwischen 30 und 40 ml Wasser pro Kilo Körpergewicht aufnehmen
  • Lidschlagfrequenz
  • Wellness für die Augen
  • Schwarzteebeutel auflegen; dafür die Teebeutel zehn Minuten ziehen lassen, ausdrücken und lauwarm abkühlen lassen; dann einen Wattebausch mit dem Schwarzteebeutel tränken und den Wattebausch auf die Augen legen (Schwarztee enthält Gerbstoffe und unsere Augen werden dadurch erfrischt)
  • bei Aufenthalt in der Natur und sonniger Umgebung immer eine entsprechende Sonnenbrille mit UV-Schutz tragen!
  • Arbeitsschutz: bei Schweissarbeiten (Verblitzung) immer eine Arbeitsplatzschutzbrille tragen (Pflicht!)

Augenbrennen bei Kontaktlinsenträgern:

  • Reaktion auf Konservierungsmittteln in Aufbewahrungslösungen (unkonserviertes Pflegemittel verwenden)
  • ungenügend neutralisiertes Peroxyd (Anweisungen auf Pflegemitteln beachten, entsprechende Behälter verwenden)
  • altes abgelaufenes Pflegemittel (Verfalldatum beachten und Flascheninhalt nicht umfüllen)

Nun hoffe ich sehr, dass ich Euch ein paar Tipps geben konnte und wünsche allen Betroffenen gute Besserung!

„Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun.“*

„Wieso hat mir das denn keiner gesagt?“ Völlig entrüstet sass meine Neukundin bei mir im Anpassraum und konnte sich fast nicht mehr beruhigen.

Beginnen wir die Geschichte von vorne: Eine junge dynamische 25-Jährige und bereits langjährige Weichlinsenträgerin (Monatslinsen) erzählte mir von ihren ewigen Problemen mit Trockenheit und Komforteinbussen. Ihre Probleme waren schon mehrfach bei anderen Augenoptikern diskutiert worden, aber so richtig geholfen hatte offenbar keiner. Als sie dann in den Ferien mit einer Freundin auf einem Segeltörn mitbekommen hatte, wie einfach und unkompliziert die Freundin mit deren formstabilen Kontaktlinsen umging, kam sie ins Grübeln. Ihre Freundin, ein eingefleischter formstabiler Linsen-Fan, schilderte, schwärmte und informierte sie über diese für sie unbestritten beste Versorgung ihrer Augen. Probleme? Fehlanzeige! Meine Kundin, wild entschlossen, dieses Thema noch einmal anzugehen, kam dann über eine Empfehlung zu mir und ich schilderte, schwärmte und informierte sie. Daher auch die Entrüstung und das Unverständnis darüber, dass dies bisher keiner so detailgetreu und ehrlich zu ihr gesagt hatte.

Ich finde das auch sehr schade. Und stellt Euch vor, es ist nicht der einzige Fall. Im Juli hatte mich ein junger Mann über diesen Blog angeschrieben und mir eine ähnliche Story erzählt. Massive Probleme mit seinen weichen Kontaktlinsen hatten ihn motiviert, sich genauer über formstabile Kontaktlinsen zu informieren. Er wollte zunächst noch zusätzliche Infos von mir und hatte im Sinn sich vor Ort bei einem Augenoptiker zur Neuanpassung von formstabilen Kontaktlinsen anzumelden. D.h. er wollte einen Termin, aber der Augenoptiker sagte ihm: „Wieso formstabile Kontaktlinsen, das sind doch nur fünf Prozent vom Markt“. So quasi: bei einem so kleinen Marktanteil hat diese Versorgungsart heutzutage sowieso keine Relevanz mehr! So ein Humbug! Mein Kunde war natürlich enttäuscht und sagte den Termin daraufhin ab. Er fragte mich, ob er nicht zu mir kommen könne. „Na klar, das ist doch selbstverständlich!“ erwiderte ich. Und so habe ich nun einen sympathischen Neukunden gewonnen, der inzwischen bereits nach kurzer Eingewöhnungsphase (knapp zwei Monate!) mit seinen formstabilen Linsen zufrieden und glücklich durch sein Leben schreitet.

Auch wenn man selbst keine Ahnung bei der Anpassung von formstabilen Kontaktlinsen hat, könnte man ja ohne weiteres diese Kunden an einen fachkompetenten Kollegen weiterempfehlen. So hätten die Augenoptiker diese beiden jungen Menschen nicht ganz verloren und sie wären vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt für eine neue Brille wieder aufgetaucht. Sicher ist, diese beiden Kunden werden dort nicht mehr vorbeischauen. Da reissen sich manche also die Beine aus, um neue loyale Kunden zu gewinnen und hier in einem solchen Beispiel gehen sie ganz schnell und unwiderruflich verloren. Da sag ich nur: „Dumm gelaufen!“

*Molière, französischer Dramatiker und Schauspieler (1622 -1673)