„Ich seh Dir in die Augen, Kleines!“ Teil2

Treffen sich zwei Augenpaare, muss es sich nicht immer um Liebe auf den ersten Blick handeln. Unter Umständen kann es auch einmal unangenehm oder sogar unheimlich werden. Augenkontakte, die über vier Sekunden anhalten, lösen – laut einer Forschergruppe – Angstgefühle aus. Der perfekte Blickkontakt ist offensichtlich 3,3 Sekunden lang 🙂 . Also: 21 – 22 – 23 – STOP!

Bei 500 Versuchsteilnehmern wurde gemessen, dass bei weniger als drei Sekunden die Kontaktaufnahme zu kurz sei und über drei Sekunden es als bedrohlich wirke, wenn man sein fremdes Gegenüber anstarre.
Offenbar gilt dies aber nicht immer bei attraktiven Frauen und Männern 😉 Männer fürchten sich also nicht so schnell beim Blick einer hübschen Blondine … nein, Männer freuen sich stattdessen!

Auslöser ist die Pupillengrösse
Die Forscher haben festgestellt, dass bereits bei einer klitzekleinen Reaktion der Pupillen die Versuchsperson genug vom Blickkontakt hatte. Weiten sich Pupillen schneller und stärker wünscht sich das Gegenüber einen längeren Augenkontakt. Dies zeigt sich aber innerhalb der ersten halben Sekunde!
Also: Theoretisch kann die gewünschte Blickdauer allein aufgrund der Pupillenweitung als Reaktion und Bejahung eines weiteren Kontaktes vorhergesagt werden. Dann heisst es: 21 – 22 – 23 – STOP und darauf hoffen, dass eine positive Reaktion zurückkommt.

Für alle, die ihr Glück noch suchen, empfehle ich das Video!
Hier geht’s zum Video der englischen Forschergruppe!

Schauen Sie nicht nur, sondern sehen Sie genau hin!

Neulich hatte ich ein spannendes Gespräch mit einer Psychologin. Auf meine Frage, auf welche Körpersignale sie besonders beim Erstkontakt mit einem Patienten achtet, antwortete sie: Die Körperhaltung verrät einem sehr viel über die momentane Stimmung eines Menschen. Eine aufrechte und lockere Haltung, entspannte Hände, die Beine hüftbreit auseinander oder locker übereinander geschlagen und das Vorlehnen des Oberkörpers zum Gesprächspartner, signalisiert immer Interesse und Aufmerksamkeit. Mich interessierte logischerweise vor allem, was es im Besonderen mit den Augen auf sich hat!? Sie hatte eine Menge wertvoller Tipps für mich, die ich gerne für Euch zusammengefasst habe: Die Augen haben ihre ganz eigene Sprache und gelten als Spiegel der Seele.

  • Schenkt Euren Gesprächspartnern einen offenen und lächelnden Blick, weil ein natürliches Lächeln immer eine positive Wirkung hat.
  • Ein zu langer Blickkontakt provoziert und ein gesenkter Blick signalisiert kein Interesse.
  • Der ausweichende Blick steht für Abneigung und Unsicherheit, ein schräger Blick für abschätzende Zurückhaltung.
  • Ein häufig zu Boden gerichteter Blick oder hin und her suchende Augen sind ein Zeichen für Unsicherheit, Desinteresse oder gar Provokation.
  • Das Spiel mit den Augenbrauen (z.B. das Heben der Augenbrauen) bedeutet etwas Neues oder Interessantes.
  • Im Gespräch den Blickkontakt halten, damit wird Euer Gesprächspartner sein Gespräch weiterhin gerne fortsetzen.
  • In einer Gruppe ist es wichtig den Blick wandern zu lassen, um jeden Beteiligen in Euer Gespräch mit zu nehmen.

Sie betonte am Schluss, dass es aber das allerwichtigste sei, nicht nur zu schauen, sondern genau hinzusehen! Diesen Aspekt finde ich total interessant. Ein französischer Kriminalist (ich liebe Krimis!!!) hat einmal gesagt: „Man kann nur sehen, worauf man seine Aufmerksamkeit richtet und man richtet seine Aufmerksamkeit nur auf Dinge, die bereits einen Platz im Bewusstsein einnehmen.“ (Alphonse Bertillon). Das hat doch was, findet Ihr nicht auch?!