Social Media Sabbatical Woche 2

Woche 2

Um es gleich vorweg zu nehmen: Ich habe die Challenge nicht geschafft 🤭‼️ Ich k a p i t u l i e r e ‼️

In Zeiten von Corona und sozialer Isolation ist es selbstzerstörerisch sich in eine Social Media Detox Kur zu begeben. So eine Schnapsidee von mir! Und dann noch den kalten Entzug von einem Monat! Völlig übertrieben. Eine Woche hätte für einen Erstversuch absolut ausgereicht. Nun sind es am Ende halt „nur“ 10 Tage.

Foto von Karla Hernandez auf Unsplash

Das Experiment ist beendet. Gott sei Dank. Mein emotionaler Hunger ist gross. Einige Entzugserscheinungen sind tatsächlich aufgetaucht: Freudlosigkeit und Anspannung statt Entspannung. Ich fühlte mich zeitweise wie ein Einsiedler. Das Allerschlimmste war: Ich hatte permanent ein schlechtes Gewissen meinen Freunden die kalte Schulter zu zeigen. Zu gerne like ich die Feeds, Stories und Bilder meiner abonnierten Favoriten und gib dann und wann auch mal einen Kommentar ab. Ich habe euch vermisst ❤️.

Ich könnte nie voyeuristisch auf den Accounts herumstöbern und mich wieder spurlos aus dem Staub machen. Dieser Typus von digitaler „Gwundernase“ nennt man „Lurker“. Das ist nicht mein Ding. Gefällt mir etwas, dann zeig ich das auch. Für mich ist das eine positive Signalwirkung und zeigt meine Sympathie für all die tollen Menschen da draussen mit ihren Geschichten.

Klar: Auch ich teile liebend gerne Bilder und Anekdoten. ABER: Ich habe ja auch keine tausende von Followern.

Wirst du als TOP-Instagramer tagtäglich zugeballert von einer Community, die dich anschreiben, markieren, kommentieren, was das Zeug hält und du selbst nicht mehr Herr der Lage bist … ja dann wird’s anstrengend und ist in 24 Stunden nicht mehr zu schaffen. Das macht krank. Dann gehört man definitiv zu einer Risikogruppe.

Deshalb ist ein mentaler Reset für den einen oder anderen sicher eine gute Idee, muss aber wohl überlegt und geplant sein. Keine Hauruckübung wie in meinem Fall. Das kann ich keinem empfehlen.

Fazit für ein entspanntes Social Media Leben

  • Entfolge Accounts, die dich runterziehen, sich stets wiederholen oder langweilig sind. Weniger ist mehr!
  • Deaktiere alle Push-Nachrichten. So wirst du in produktiven Phasen nicht abgelenkt.
  • Richte eine Timeline ein: checke deine Nachrichten und Plattformen an festgelegten Zeiten. Allenfalls nur zweimal am Tag. So bist du immer „up to date“, kannst aber deinen Lieblingen weiterhin folgen.
  • Ein analoges Hobby hilft 😉.
  • Wenn du dir eine digitale Auszeit gönnen möchtest, dann beginne mit einer kurzen Probephase. Ich laufe ja auch keinen Marathon, wenn ich bereits bei zehn Kilometern laufe wie eine Dampflok.
  • Schnell mal gucken und Schummeln gilt nicht. Das war meine härteste Lektion.
  • Kleine Auszeiten vom Alltag machen total Sinn! Wichtig ist, dass du diese Zeiten bewusst einplanst, einfach dein Handy ausmachst, damit du dich voll und ganz auf dich selbst konzentrieren kannst.
  • So oder so:  Stellt euch doch einmal selbst die Frage, wieviel wertvolle Zeit ihr mit Social Media verbringen möchtet oder nicht.