Schubidu! Die Kontaktlinse ist schon drin!

Das ist die Geschichte vom zehnjährigen Leon. Ich kenne ihn erst seit wenigen Wochen, aber ich bin bereits ein grosser Fan von ihm.

Leon kam zur Neuanpassung von formstabilen Kontaktlinsen zu mir. Sehr stark übersichtig, weigerte er sich schon eine ganze Weile eine Brille zu tragen. Mit dem OK seiner Augenärztin, der begreiflichen Fürsorge seiner Mutter und dem sehr starken Willen ihres Sohnes machten wir uns ans Werk.

Er sieht nicht nur aus wie Michel aus Lönneberga (Romanfigur von Astrid Lindgren, siehe unten), er hat auch den Willen von Michel aus Lönneberga. Das heisst, er ist ziemlich aktiv und das Stillhalten bei unseren Ausmessungen war etwas schwierig. Ruhig da zu sitzen ist nicht so seine Sache und wissbegierig ist er in seinem Alter natürlich auch.

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Bildquelle: express.de

Das Aufsetzen der Kontaktlinsen habe ich ihm sofort selbst überlassen. Ich war sehr gespannt darauf, wie er sich schlagen würde. Er setzte sich hin, schaute und lauschte mir aufmerksam zu. Gesagt, getan. Ich untertreibe nicht, wenn ich nun sage, dass es keine fünf Sekunden gedauert hat, die Linse aufzusetzen.

Schubidu, die Linse ist schon drin, sagte er und schaute mich glückselig an.

Man schmilzt dahin, wie eine Tafel Schokolade! Zugegeben, das Ein- und Aussetzen gleicht eher einem Kamikaze-Style, aber die Kontaktlinsen sitzen jedes Mal korrekt auf dem Auge. Er ist total glücklich. Als Fussballspieler hat er nun auch wieder mehr Freude am Sport und in der Schule klappt es natürlich auch besser, wenn da nur nicht die Lehrerin wäre, die Jungs sowieso blöd findet 😉

Übrigens, Kinder sind tolle Kontaktlinsenträger: geht die Motivation von ihnen selbst aus, dann klappt es in den meisten Fällen mit Kontaktlinsen. Völlig unbeschwert und unvoreingenommen gehen sie mit der neuen Situation um. Als Erwachsener kann man da nur staunen und sich ein Beispiel daran nehmen.

Unglaublich, aber wahr!

Für eine kleine Überraschung sorgte meine Kontaktlinsenträgerin bei der alljährlichen Nachkontrolle. Bei der Feststellung, dass die Korrektur Ihrer Kontaktlinsen nicht mehr ausreichend sei, reagierte ich mit dem Spruch: Da sehen Sie ja nicht einmal mehr George Clooney auf der anderen Strassenseite, das wäre doch echt schade! Völlig ruhig entgegnete sie: Diesem Mann bin ich bereits einmal begegnet! Ich schaute sie total überrascht an und wollte natürlich sofort erfahren, wo man auf solche Männer trifft.

Am Nebentisch in einem Restaurant in Italien war er ALLEINE am Schlemmen. Sie meinte, er hat etwas gemacht, was man eigentlich nicht machen sollte. Ich überlegte und meinte schmunzelnd: Vielleicht hat er sich ja in der Nase gebohrt? Sie schüttelte den Kopf und sagte: Nein, George hat den Roséwein mit Wasser und Eiswürfeln verdünnt. Ich meinte daraufhin: Nun ja, halt typisch amerikanisch, Kontaktlinsen würde ich ihm aber trotzdem sofort anpassen 😉

Schon einmal gehört?

Erstaunt habe ich die Geschichte einer 43-jährigen Frau gelesen. Durch einen Schlaganfall wurde ein kleiner Teil ihres Gehirns im Bereich des Schläfenlappens zerstört, worauf sie bewegungsblind wurde. Das Sehvermögen ist zwar intakt, die visuellen Informationen können aber nicht mehr richtig analysiert werden.

Was bedeutet das?

Den Betroffenen ist es nicht mehr möglich Geschwindigkeitsunterschiede oder Bewegungsrichtungen zu erkennen. Die Bewegungswahrnehmung ist beeinträchtigt. In der Fachliteratur spricht man von Bewegungsagnosie.

So ist ihre Sicht der Dinge vergleichbar wie ein Kinofilm, dessen Bilder pro Sekunde zerlegt und danach als eine Aneinanderreihung von Momentaufnahmen zusammengesetzt wird. Ein Film wird quasi zu einem Diavortrag. Ein Leben mit ruckartigen Bewegungsabläufen, eine statische Welt aus vielen zusammengesetzten Standbildern.

Tomaten auf den Augen

Am Wochenende auf dem Fussballplatz erhitzten sich einmal mehr die Gemüter über die Leistung des Schiedsrichters.

Hat denn der Tomaten auf den Augen? Das war ein klares Foul.

Ich fragte mich, warum es ausgerechnet Tomaten sein müssen und es nicht auch Äpfel oder Birnen sein könnten? Bisher hatte ich keine Ahnung, woher diese Redewendung überhaupt kommt und habe selbstverständlich für Euch nachgesehen:

Tomaten sind ja in den meisten Fällen rot. Verquollene Augen und gerötete Bindehäute deuten erfahrungsgemäss darauf hin, dass derjenige müde ist. Und: verschlafene Menschen sind nicht ganz so aufmerksam und können auch offensichtliche Dinge übersehen. Naja, ob dies immer so zutrifft? Ich bin mir da nicht so sicher.

Übrigens, der Schiedsrichter hatte das Spiel völlig im Griff. Und seine Entscheidung war richtig. Wenn man allerdings die Clubbrille auf der Nase trägt, ist eine objektive Beurteilung fraglich.

Brillenkauz :-)

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Bildquelle: Zoo Basel

Ein Besuch im Zoo ist selbst für uns Erwachsene immer eine willkommene Abwechslung. Mit meinem dreijährigen Patenkind waren wir im Zoo Basel unterwegs und kamen bei den zwei jungen Brillenkäuzen vorbei.

„Schau Gotti, die tragen ja eine Brille!“

Ich musste lachen und feststellen: gut beobachtet! Tatsächlich: die charakteristischen weissen Augenringe geben den Namen der hübschen Eulenart. Die nachtaktiven Brillenkäuze gehören zu den Waldeulen und sind normalerweise in Südamerika im dichten, tropischen Regenwald beheimatet.

Merken

Das musst Du Dir unbedingt kaufen!

Im ersten Informationsgespräch mit einem Neukunden frage ich natürlich immer nach, wie sie den Weg in unser Kontaktlinseninstitut gefunden haben. Über 80 Prozent kommen auf Empfehlung zu uns.

Dies zeigt nun auch wieder eine aktuelle Studie von Nielsen Global Survey zum Thema „New Product Purchase Sentiment 2013“. Persönliche Empfehlungen von Freunden, Familie und anonyme Bewertungen im Internet geniessen das grösste Vertrauen.  So kaufen 66 Prozent ein ihnen unbekanntes Produkt, wenn es von ihren Vertrauten empfohlen wird.

So hatte ich in letzter Zeit einige glückliche Multifokallinsenträger versorgt, die sich in ihrem Umfeld wie eine Werbetafel bewegt hatten und dadurch viele neue Kunden in unser Geschäft lockten. Natürlich waren nicht alle gleichermassen mit dem identischen Produkt zu versorgen oder überhaupt als Kontaktlinsenträger geeignet. Aber: rund die Hälfte der Neukunden konnten wir für Kontaktlinsen begeistern. Und: der Preis war in allen Fällen keine Diskussion.  Die Studienergebnisse der Reader’s-Digest-Studie (Europeen Trusted Brands 2013) zeigt: „Wird eine Marke empfohlen, gibt es den höchsten Ausschlag für den Kauf.“

Warum haben Asiaten mandelförmige Augen?

Vorweg: der Begriff Schlitzauge gilt als erniedrigend, deshalb spricht man korrekt von einer sichelförmigen bzw. mandelförmigen Hautfalte oder auch Mongolenfalte.

Das sehr auffällige Merkmal der Augenpartie, welche die asiatischen Menschen von den Europäern stark unterscheidet, hat ihre Entstehung vermutlich in der Anpassung an die jeweiligen Klimabedingungen. Die Wissenschaft geht davon aus, dass die verengten Augen sich damit leichter an Sonne, Schnee, Wind und die allgemeinen Sichtverhältnissen anpassen konnten.

Die Behauptung Asiaten hätten durch die mandelförmige Form ihrer Augen ein eingeschränktes Gesichtsfeld stimmt so nicht. Der Eindruck der engen Augenpartie entsteht durch die sogenannte Epikanthus-Falte*. Diese Hautfalte, die senkrecht im inneren Augenwinkel entsteht, setzt sich waagrecht am Oberlid fort.

Europäer haben eine deutlich erkennbare Abgrenzung zwischen der Nase und dem Auge, das Oberlid besitzt eine Falte. Ein weiterer markanter Unterschied ist auch, dass das asiatische Auge viel stärker mit Fettzellen ausgepolstert ist. Deshalb ist es heute auch im asiatischen Showbusiness normal, sich die Augen liften zu lassen, um dem europäischen Augenaufschlag ähnlicher zu sein.

Der Asiate unterscheidet sogar noch zwischen „einer Lidfalte“ und der „doppelten Lidfalte“. Die doppelte Lidfalte gilt in Asien als Schönheitsideal. Aus diesem Grund gibt es kosmetische Kleber (auch „eye putti“ genannt), welche eine doppelte Lidfalte erzeugen und die Augen grösser und damit westlicher erscheinen lassen.

*Epikanthus medialis  = griechisch: επί epí „auf“, „darüber“; κανθός kanthós „Augenwinkel“; lateinisch: medialis „zur Mitte hin“

Wir verkaufen auch durchsichtige Produkte!

Mit diesem Statement überraschte mich eine langjährige Kundin im Gespräch während der Kontaktlinsen-Nachkontrolle. Sie lächelte mich an und wartete meine Reaktion ab.

Wir verkaufen durchsichtige Zahnspangen. Mit unserem Zahnschienenkonzept können sich die Zähne durch niedrige Kräfte und flexible Kunststoffe effizient, schnell und nahezu unsichtbar bewegen. 80-90% aller Fehlstellungen können damit korrigiert werden. Eine hässliche silberfarbene Spange bleibt den Betroffenen erspart. Die Zahnschiene sei individuell hergestellt und wird nur von eigens dafür ausgebildeten Zahnärzten angepasst.

Natürlich war ich neugierig und schaute mich auf der Website www.ecligner.ch um. Ich habe dabei festgestellt, dass die beiden unsichtbaren Helfer noch andere Gemeinsamkeiten haben:

  • präzise Korrekturmöglichkeiten
  • Passgenauigkeit
  • maximaler Tragekomfort
  • hoch technologische und innovative Produktionstechnik

Ob Kontaktlinse oder Zahnspange, unsere beiden Branchen haben überraschend viele Ähnlichkeiten. Und in beiden Branchen verhelfen wir Menschen noch besser auszusehen :-).

Schon einmal gehört?

Der belgische Mediziner und Mikrobiologe Emile Pierre Marie van Ermengem entdeckt 1895 in verdorbenen Fleischwaren das sogenannte Botulinumtoxin (botulus= lat. Wurst, toxin=Gift), heute bekannt unter dem Namen Botox.

Es zählt zu den „dreckigsten“ und stärksten Giften. Der amerikanische Augenarzt Alan Scott erkennt in den Siebzigerjahren das therapeutische Potential und setzt das Nervengift hochverdünnt gegen Strabismus (manifestes Schielen) ein. 1989 wird es dafür in den USA zugelassen und bereits 1991 verkauft Alan Scott die Rechte zu einem Schleuderpreis von 4.5 Millionen Dollar an Allergan. Bis heute warnt Alan Scott vor den Spätfolgen von Botox. Allergan macht mittlerweile rund ein Drittel seines Umsatzes mit Botox.

Blinde Kuh?

Ein lustiger und spannender Vortragsabend mit Martin Ott liegt hinter mir. Der unterhaltsame Landwirt und Zukunfsdenker hat eine besondere Beziehung zu Tieren. Uns erzählte er erstaunliche Dinge über die Kommunikation zu Kühen und wie man über sie die Welt besser verstehen lernt.

Kuh_online_ch_2Selbstverständlich hat mich natürlich besonders interessiert, was eine Kuh sieht und wie sie ihr Umfeld wahrnimmt. Grundsätzlich sieht eine Kuh relativ schlecht, konkret nimmt sie lediglich Schatten wahr. Dafür hat sie einen Rundblick, da sich ihre Augen seitlich am Kopf befinden.

Bildquelle: www.kuh-online.de

Nur ein kleiner toter Winkel im hinteren Bereich muss durch eine Kopfdrehung wett gemacht werden. Es empfiehlt sich daher, sich nicht in diesem Bereich aufzuhalten, da sich das Tier ansonsten erschrecken könnte.

Die tief dunklen Augen sind gross und ausdrucksstark, besitzen aber keine Pupille. Stark befeuchtet und tränend halten sie ihre Schleimhäute sauber und schützen ihre Augen vor allem im Sommer vor den Fliegen.

Auch wenn der Sehsinn der Kuh nicht so gut wie beim Menschen ausgebildet ist, hört sie dafür viel besser und hat ein besonders guten Geruchssinn.

Interessant ist die Wahrnehmung der Kuh auf das reduzierte Grundmuster, dem Quader. Dies gilt für die Wahrnehmung der Kühe untereinander und auch zum Menschen. Die Kuh nimmt also ihre Artgenossen in Form eines Rechtecks wahr. Deshalb ist der Körperteil der Kuh, die Hörner, ein wichtiges Ausdruckselement, was sich aus dem Rechteck entzieht. Bei älteren Kühen kann man sogar eine Verdrehung der Hörner beobachten. Über die Position der Hörner oberhalb zum wahrgenommen Körperrechteck kommunizieren die Kühe miteinander und auch mit uns. Wichtig dabei ist, sich nicht vor der Kuh als „Rechteck“ aufzubauen, da sie uns ansonsten mit einem Rechteck verwechselt. Also: Nicht den Kopf einziehen oder sich bücken! Dies könnte für uns gefährlich ausgehen.

Der Kuh-Flüsterer hat uns auf beeindruckende Art die Kuh näher gebracht. Wer mehr von Martin Ott und seinen Beobachtungen mit Kühen erfahren möchte, dem empfehle ich sein interessantes Buch mit tollen Fotos!

„Kühe verstehen – eine neue Partnerschaft beginnt“, erschienen im Fona-Verlag