Ein Tag als Kontaktlinsenspezialistin

Gestern fand der nationale Zukunftstag 2015 in der Schweiz statt. Zu diesem Anlass öffneten hunderte Betriebe, Organisationen, Fach- und Hochschulen ihre Türen. Mädchen und Jungen der 5. und 7. Klasse wurden eingeladen persönliche Bezugspersonen an die Arbeit zu begleiten oder an spannenden Projekten teilzunehmen.

Auch ich hatte gestern Besuch von meinem 13jährigen Patenkind Luisa. Pünktlich zum Arbeitsbeginn um acht Uhr marschierte sie gut gelaunt bei mir ins Büro. Ich hatte mich vorweg etwas vorbereitet, um ihr auch an diesem Tag etwas Besonderes zu bieten. Erstaunt stellte ich fest, dass sie die Funktionsweisen des Auges bereits gut kannte und auch die Korrekturmöglichkeiten bei Fehlsichtigkeiten („das nennt man doch eine Streulinse“) beherrschte. Sie bat mich dann zum Interview 🙂 und stellte mir zehn Fragen über meine Ausbildung, warum ich diesen Beruf gewählt habe, was mir besonders daran gefällt und ob es Personen gibt, die mich besonders gefördert haben.

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Luisa hat mich den ganzen Tag bei meinen Tätigkeiten begleitet. Wir haben gemeinsam durch die Spaltlampe geguckt, Messungen durchgeführt, Kontaktlinsen kontrolliert und auch formstabile Linsen nachbearbeitet. Am Ende des Tages wusste sie den Unterschied zwischen formstabilen und weichen Linsen und warum es so wichtig ist, regelmässige Kontrollen durchzuführen.

Luisa hat es mir sehr einfach gemacht, sie war motiviert, extrem hilfsbereit, immer fröhlich und wissbegierig. Das hat mir sehr gut gefallen. Und vielleicht, wer weiss, hat sie sogar einmal den Wunsch Augenoptikerin zu werden. Das wär natürlich super.