Gib alles. Wirklich alles. Immer.

„Da haben Sie sich etwas sehr Schönes herausgesucht!“ Der charmante Mann an der Kasse lächelt mich spitzbübisch an und ich schmelze augenblicklich zur Schokolade. Mein Einkauf hat sich in jeder Hinsicht gelohnt. Eine neue wunderschöne Jacke, eine tolle Beratung UND die Ermutigung 😉 durch den smarten Verkäufer, genau das Richtige eingetütet zu haben.

Dieses positive Einkaufserlebnis beschäftigt mich noch einige Zeit lang. Ich werde dort wieder einkaufen gehen. Ganz sicher. Und warum? Ja klar, der pfiffige Verkäufer hat es einfach clever gemacht. Er hat mich innert Millisekunden im Epizentrum meiner Shoppingseele wohltuend getoucht.

„Gib alles. Wirklich alles. Immer.“ weiterlesen

Neulich auf der Damentoilette

Nach dem Besuch auf der Toilette geht’s zum Hände waschen. Der übliche Blick in den Spiegel folgt.  Grimasse schneidend – like Mister Bean – wird kontrolliert: Sitzt die Frisur? Lippenstift nachziehen? Essensreste in den Zähnen? OK, passt!

Die Frau neben mir fingert sich am Auge herum. Sehr wahrscheinlich stört sie etwas. Tja, mein Kennerblick sagt sofort: die Kontaktlinse ist schuld. KLACK – die Linse fällt – der Schrei des Entsetzens folgt sogleich: „UHH nein, auch das noch!“ Das kleine transparente 😊 Stück Kunststoff liegt nun irgendwo in den Weiten eines riesig anmutenden weissen Waschbeckens. Zweite,  ganz typische Reaktion: „STOPP nicht bewegen: Meine Linse…!“

„Neulich auf der Damentoilette“ weiterlesen

Habt Ihr Eure Kontaktlinsen unter Kontrolle?

Letzter Check-Up?

Tic-Tac – Tic-Tac
Die Uhr tickt schneller als man denkt und schwuppdiwupp ist ein Jahr vorbei. Geht Euch das auch so?

Denkt daran: Als Linsenträger geht’s einmal pro Jahr zum Kontaktlinsen-Spezialisten. Dieser kümmert sich um das Wohlergehen der Augen. So inspiziert der Augenoptiker den Sitz und die Dynamik der Linsen, den vorderen Augenabschnitt, sowie die Kontaktlinsen als solches.

Fakt ist: Die subjektive Situation entspricht nicht immer der Realität und kann nur durch einen Profi beurteilt werden. Deshalb gehört ein Update pro Jahr zum Pflichtprogramm eines jeden Linsenträgers.

Bild von Scott Osborn auf Unsplash

Hoppla, zum Glück nix passiert!

„Fallen – tinstag“
Die Kontaktlinse ist auf den Boden gefallen. Ist sie jetzt noch zu retten? Grundsätzlich gilt: Die Linsen müssen desinfiziert und gereinigt werden. Ob weich oder hart – die Linsen gehören in ein geeignetes Desinfektionsmittel. So haben Keime und Mikroorganismen keine Chance! Fragt Euren Augenoptiker, welche Pflegemittel sich dafür überhaupt eignen. Besser noch: Euer Kontaktlinsenspezialist schaut sich die Linsen genauer an und führt die Desinfektion für Euch aus. „Habt Ihr Eure Kontaktlinsen unter Kontrolle?“ weiterlesen

Als ich Kind war, hiess mein soziales Netzwerk Draussen!

Ich hatte eine tolle Kindheit – vor allem auch deshalb weil mein Bruder und ich mehrheitlich draussen waren. Egal ob im Sommer oder im Winter. Für uns hat das keine Rolle gespielt. Im Wald Räuber und Gendarm spielen, ein Baumhaus bauen, im See baden oder einfach zusammen Fussball spielen. Meine Mutter brauchte immer eine Engelsgeduld, um uns nach Drinnen zu bekommen. Hunger hilft 😉

Verkehrte Welt – verändertes Seh- und Freizeitverhalten
Heute ist dies leider umgekehrt. Zumindest wenn man das Umfeld beobachtet und Studien zu diesem Thema liest. Nachweislich kommt es nämlich heutzutage zu einem sogenannten Tageslichtmangel.

In Wirklichkeit sind heute weltweit etwa 30% der Menschen kurzsichtig und leider auch immer häufiger Kinder.

Foto von Robert Collins auf Unsplash

Fakt ist: Kinder und Jugendliche verbringen aktuell immer mehr Freizeit drinnen am Computer statt draussen. Ständiges und langandauerndes Sehen in die Nähe ohne Unterbruch, fördert nicht nur bei Kindern und Jugendlichen die Kurzsichtigkeit. Auch bei einem geringen Anteil junger Menschen – bis zum 25. Lebensjahr – kann sich eine Myopie erst später entwickeln.

„Als ich Kind war, hiess mein soziales Netzwerk Draussen!“ weiterlesen

Wundermittel Hyaluronsäure

In Tagescremes, Augentropfen, Kontaktlinsen-Pflegemitteln, Kapseln, Anti-Aging-Drinks … Tatsache ist: Hyaluron taucht überall dort auf, wo es um makellose Schönheit geht.

Aber warum ist Hyaluronsäure in so vielen Produkten überhaupt enthalten?
Ganz einfach: Hyaluronsäure hat eine sehr effektive Feuchtigkeitsspeicherung.

Positiver Nebeneffekt dabei ist: es treten kaum Nebenwirkungen auf. Hyaluronsäure ist ein natürlich vorkommender Mehrfachzucker, wird von körpereigenen Zellen produziert und findet sich fast überall im menschlichen Körper. So findet sich Hyaluron in der Haut, in den Gelenken, Bandscheiben und im Glaskörper des Auges.

Foto von Ryan Everton auf Unsplash

Hyaluron hat die tolle Eigenschaft grosse Mengen an Wasser zu binden. Es wirkt quasi als Schmiermittel. In den Gelenken zur reibungsfreien Mechanik und Stabilität, in der Haut für Elastizität und Straffheit.

„Wundermittel Hyaluronsäure“ weiterlesen

Augen zu und „Hatschi“

Meine Freundin Michaela niest immer, sobald die Sonne scheint. Das finde ich ziemlich witzig, aber warum schliessen wir dabei automatisch unsere Augen?

Fakt ist: Fremdkörper, Entzündungen und der Blick in helles Licht lösen in der Nasenschleimhaut einen Niesreiz aus. Stell Euch vor: es werden dabei bis zu 160km/h erreicht! Unglaublich!

Zunächst kribbelt und juckt es in der Nase, dann wird tief eingeatmet und danach mit viel Druck und einem mehr oder wenigen lauten „Hatschi“ viel feuchte Luft ausgepustet. In der feuchten Luft tummelt sich eine Vielzahl von Keimen, die ihren Weg nach draussen finden. Deshalb: am besten in den Ellenbogen niesen, so schützen wir unsere Mitmenschen.

Wichtig: nie die Nase zuhalten! Ansonsten finden die Keime ihren Weg ins Innenohr! Damit kommt es dann zu Entzündungen in den Nasennebenhöhlen. Aus dem gleichen Grund schliessen wir beim Niesreiz die Augen. Ein Reiz bedingt den anderen Reiz! Unser Körper ist einfach toll organisiert.

Übrigens: durch das Zusammenziehen der Brust- und Bauchmuskulatur entsteht ein hoher Druck. Dabei kann auch einmal ein Äderchen im Auge platzen. Aber keine Sorge! Es sieht schlimmer aus, als das es ist. Innerhalb von zwei Wochen resorbiert das sogenannte Hyposphagma von ganz alleine.

Sitzen ist das neue Rauchen – digitaler Stress für uns Menschen

Wir wissen es bereits: unsere Augen taugen nicht für den permanenten Blick auf einen Bildschirm. Die Fachwelt spricht bereits von besonderen Krankheitsbildern, deren Ursache auf die zunehmende Digitalisierung des Menschen bei Arbeit und Freizeit zurück zu führen sind. Die Folgen sind nicht nur trockene, müde oder gar entzündete Augen. Unser gesamter Körper nimmt eine „undynamische“ Haltung ein, was heisst: ständiges Sitzen ist gleichbedeutend wie geringe muskuläre Beanspruchung. Fakt ist: der digitale Fortschritt ist ein echter Bewegungskiller. Schildkrötenhals, Mausarm, Smartphonenacken oder – daumen sind die Folgen. Noch nie gehört? Dies alles sind Muskel- und Skeletterkrankungen bis hin zu Durchblutungstörungen.

Dummerweise wirkt sich der digitale Stress auch auf unsere Psyche aus. Mit der hohen und schnellen Informationsflut, dem Gedanken immer erreichbar sein zu wollen, steigt der innere Druck an. Burn-Out, Panikattaken, Depression, Fehlernährung und erhöhter Alkohol – und Drogenkonsum sind die Folgen.

Was können wir dagegen tun?

  • 20-20-20 Regel: alle 20 Minuten für 20 Sekunden 20 Meter in die Ferne schauen
  • Blinzeln: nur bei einem kompletten Lidschlag wird die Tränenflüssigkeit über die Augenoberfläche ganzflächig verteilt
  • Viel Flüssigkeit hilft auch bei trockenen Augen
  • Frische Luft tanken und Pausen draussen verbringen
  • Abstand halten: 30 -40cm Leseabstand zum Smartphone einhalten
  • Aufstehen und herumlaufen sowie tägliche Dehnübungen am Arbeitsplatz durchführen
  • digitale Pausen einlegen
  • mindestens eine Stunde vor dem Schlafengehen Smartphone etc. zur Seite legen (Muntermacher Blaulicht)
  • Sport treiben und für Bewegung sorgen

Hauptsache „Muckis“!

Heute geht es mir einmal mehr um die Faszination Mensch! Ich weiss, normalerweise geht es hier auf unserem Blog mehrheitlich um unsere Augen, aber heute mache ich mal eine Ausnahme. Unsere Muskeln ermöglichen uns das tägliche Leben zu meistern und viele Muskeln haben erstaunliche Fähigkeiten! Ich habe Euch einen kleinen Überblick zusammengestellt:

Unser Auge ist für ewig – unsere Leber nicht!

Wisst Ihr, dass sich die meisten Gewebe im menschlichen Körper regelmässig erneuern?

Also egal wie alt wir sind und wie wir uns fühlen 🙂 , das Meiste an unserem Körper ist tatsächlich rund zehn Jahre jünger! Unsere Leber wird alle bis zwei Jahre erneuert, die roten Blutkörperchen sind gerade 120 Tage alt und unsere Haut regeneriert  innert nicht einmal zwei Wochen. Dabei werden „alte“ beschädigte Zellen entsorgt und Neues entsteht. Das gesamte menschliche Skelett wird alle zehn Jahre komplett ersetzt. Die Zellen der Darmschleimhaut werden rund eine Woche alt, die Zellen unserer Augenlinsen dagegen bleiben das ganze Leben. Es gibt weitere Ausnahmen: die Nervenzellen der Grosshirnrinde, welche unser bewusstes Handeln und Verhalten steuert oder auch die Zellen im Herzmuskel, diese Zelltypen müssen ein ganzes Leben halten und werden nach unserer Geburt nicht mehr erneuert.

Ein schwedisches Forscherteam um den Stammzellbiologen Jonas Frisén hat eine Methode entwickelt, mit der sich das Alter sämtlicher Gewebe im menschlichen Körper bestimmen lässt. Seine interessanten Studien könnt Ihr auf der Website des Stockholmer „Karolinska Institutet“ nachlesen!

Fest, hart oder doch formstabil?

Häufig werde ich gefragt, was denn der Unterschied zwischen einer harten Linse und einer halbharten Linse sei. Genau genommen gibt es heutzutage keinen Unterschied mehr. Früher hat man tatsächlich bei einer Linse, die keinen Sauerstoff an die Hornhaut durchgelassen hat, von einer harten Linse gesprochen. Die geringfügig sauerstoffdurchlässigen Linsen bezeichnete man damals als halbharte Linse. Seit vielen Jahren spreche ich immer von formstabilen Linsen, ich finde bei all der „Begriffsduselei“ hört sich dieses Wort am besten an, oder nicht?! Vor allem bei der allgegenwärtigen Diskussion mit weichen Kontaktlinsen. Logisch würde ich mich als Endverbraucher doch viel lieber für etwas „Weiches“ wie für etwas „Hartes“ entscheiden. Rein psychologisch ist es tatsächlich besser von formstabilen Kontaktlinsen zu sprechen. Zweifellos ist die formstabile Kontaktlinse bei vielen Kontaktlinsen-Interessenten nicht bekannt. Klar, bei einem Anteil von knapp zehn Prozent, ist dies nicht weiter verwunderlich und trotzdem hat sie über die Jahre hinweg einen „festen“ Platz erobert, nicht nur in meinem „Kontaktlinsen-Anpasser-Herz“, sondern auch bei vielen glücklichen formstabilen Kontaktlinsenträgern. Oft sind die wahren inneren Werte dieser Kontaktlinsenart nicht bekannt oder es existieren zahlreiche Vorbehalte.

Für all diejenigen, die von diesen Kontaktlinsen noch nie etwas gehört haben, hier die „harten“ Fakten:

  • Formstabile Kontaktlinsen haben eine exzellente Langzeitverträglichkeit, weil das Material Sauerstoff durchlässt, Tränen die Kontaktlinsen unterspült und so genügend Sauerstoff an die Hornhaut heranlassen.
  • Formstabile Kontaktlinsen werden bei schlechten Tränenbedingungen besser vertragen, weil sie kein Trockenheitsgefühl am Auge erzeugen.
  • Formstabile Kontaktlinsen sind für bestimmte Augenformen (z.B. Hornhautverkrümmung, Keratoconus, nach Hornhauttransplantat) die einzig sinnvolle Korrektionsmöglichkeit.
  • Formstabile Kontaktlinsen sind einfach in der Handhabung.
  • Formstabile Kontaktlinsen sind sehr pflegeleicht und können im Vergleich mit anderen Linsen über einen längeren Zeitraum verwendet werden.

Nun werdet Ihr Euch zu Recht fragen – bei all den Vorteilen – gibt es einen Haken an der ganzen Sache?

  • Formstabile Kontaktlinsen benötigen bei der ersten Verwendung eine Gewöhnungszeit von etwa einer Woche. In der Eingewöhnung nimmt man die gute Beweglichkeit als ein leicht störendes Tragegefühl wahr. Nach dieser Gewöhnungsphase werden auch formstabile Kontaktlinsen nicht mehr gespürt.
  • Formstabile Kontaktlinsen sind weniger gut zum Schwimmen oder generell beim Wassersport geeignet. Allerdings kann mit einer guten Schwimmbrille die Verlustgefahr deutlich herabgesetzt werden.

Solltet Ihr nun tatsächlich einmal den Versuch wagen, dann fragt einfach beim Augenoptiker Eures Vertrauens nach!