„Ein echter Kick!“

Ich staune über die Kreativität unserer Jugendlichen. Der letzte Schrei zur Stimmungssteigerung bei Teenagern ist die Lippenpomade. Diese wird auf die Augenlider gestrichen. Es handelt sich dabei um keine normale Lippenpomade, nein, es wird eine spezielle Salbe mit einem stark reizenden Pfefferminzöl verwendet. Der Kick hat bereits einen Namen: „beezin“ und leitet sich ab von der populären „Burt’s Bees“ Lippenpomade. Die Jugendlichen beschreiben den Kick vergleichbar mit Alkohol oder Marihuana. Das Pfefferminzöl ist sehr stark, führt zu Entzündungen und Schwellungen an den Augenlidern und ist selbstverständlich für diese Art von Nutzung für die Gesundheit nicht förderlich.

Schon einmal gehört?

Völlig bestürzt bin ich über ein Video gestolpert: ein richtiger Kerl, also ein echtes Prachtexemplar an Muskeln und Tattoos, lässt sich tatsächlich die Augen tätowieren…

Ich konnte das Video nicht anschauen, alleine die Vorstellung daran, hat mich abgeschreckt. Da ist es mir jetzt auch ganz egal, wenn ich als Weichei abgestempelt werde 🙂

Wer es sich tatsächlich zutraut, hier der Link zum Video

Schon einmal gehört?

Eine Augenoptikkollegin fragte mich auf der Opti‘14, ob ich wüsste, was Eyeballing sei?

Keine Ahnung, erwiderte ich.

Sie erklärte mir, dass bei diesem gefährlichen Trend der pure Alkohol, zum Beispiel Wodka, direkt über das Auge eingenommen wird.

Vor kurzem noch, war ich erstaunt darüber, dass man Freude daran haben kann, sich gegenseitig die Augapfel zu lecken (siehe Blogbeitrag vom Juni 2013) und jetzt das: Eyeballing!

Tatsächlich: die Mutprobe für Jugendliche besteht darin, über das Auge grössere Mengen Wodka aufzunehmen, um angeblich die Alkoholaufnahme zu beschleunigen. Spontan ist ein starkes Brennen und die Verminderung der Sehschärfe garantiert. UND: der hochprozentige Alkohol ist für das Auge langfristig sehr schädlich und verursacht natürlich zwangsläufig Infektionen.

Der Trend wird bisher in den USA und in England an den Universitäten praktiziert. Der Gruppenzwang und das Erregen von Aufmerksamkeit ist wohl der Anlass für dieses selbstzerstörerische Phänomen. Aber man geht davon aus, dass dieser riskante Trend zu uns überschwappt.

Übrigens, auch amerikanische Barkeeper möchten ihren Gästen damit imponieren… Da fehlen mir jetzt echt die Worte!

Autsch oder „pimp-up your contactlenses“!

Einen Mittelklassewagen oder ein Ikea Möbel „aufpimpen“?! Warum nicht! Einem 0815-Produkt einen individuellen Touch einzuhauchen, ist verständlich, kreativ und eben nicht immer jedermanns Geschmack.

Aber dass es bereits Leute gibt, die ihre Kontaktlinsen mit Schmucksteinchen aufpeppen, das ist mir ehrlich gesagt neu. Eric Klarenbeek, ein holländischer Künstler („Designer of the unusual“) hat dieses Schmuckobjekt entworfen.

Nach den Bildern, die sich im Internet tummeln, würde ich es wie folgt beschreiben:

  • an einer weichen Kontaktlinse mittig angebrachter Faden
  • an diesem dünnen Bindfaden, auf der Wange hin- und her tanzend, sind kleine Glasperlen befestigt

eye_jewellery_eric_klarenbeek_mit QuellenangabeEhrlich gesagt, sieht es aus, als ob der Schmuckträger weint und einige dicke Tränen verdrücken muss. Was ja auch durchaus realistisch ist, wenn man davon ausgehen kann, dass bei jedem Lidschlag ein Reiz oder Schmerzimpuls ausgelöst werden müsste.

Im wahren Leben ist mir ein solcher Kontaktlinsen-Schmuck-Träger noch nicht über den Weg gelaufen. Sollte ich tatsächlich einmal einem solchen Modefreak begegnen, würde es unsere Blog-Community als erstes erfahren.

Wäää! Augapfel lecken!

Es gibt Dinge, die kann man zunächst einfach nicht glauben. Auf meinen Weg in den Feierabend, lese ich in der Zeitung folgende Schlagzeile: „Der letzte Schrei aus Japan: Augapfel lecken“. Dazu ein wirklich unappetitliches Bild. Für die Unerschrockenen unter Euch, hier der Link.

Offensichtlich gibt es in der letzten Zeit einige japanische und amerikanische Teenager, die sich durch einen speziellen Körperkontakt näher kommen. Sie lieben es nämlich, wenn man ihnen den Augapfel abschleckt. Es soll so wunderbar Kribbeln. Nun kommt es natürlich zu bakteriellen Infektionen, Bindehautentzündungen und irreparabelen Schäden (wen wundert’s).

Ich habe mich natürlich im Internet schlau gemacht, ob es dazu noch mehr „appetitliche“ Infos gibt und stellt Euch vor, es gibt sogar einen Fachbegriff dafür: „oculolinctus“ oder „worming“. Der Trend wird bei den Jugentlichen als „Eyeball-Licking“ bezeichnet und kommt ursprünglich aus Japan. Ein japanischer Lehrer hatte zwei Schüler in einer Abstellkammer beim Eyeball-Licking erwischt, worauf er eine Umfrage mit Sechsklässlern an seiner Schule startete. Das Ergebnis zeigte, dass ein Drittel bereits aktiv oder passiv Eyeball-Licking gemacht hatten.

Man darf gespannt sein, welche Überraschungen unsere Erwachsenen von morgen noch für uns bereit halten werden.