Bitte zeige mir, welche Richtung positive Energie zeigt!

Jetzt bin ich doch schon seit über zwanzig Jahren in der „Kontaktlinse“ tätig, aber das ist mir tatsächlich in der KL-Anpassung noch nie passiert.

In der jährlichen Nachkontrolle klagte meine langjährige Kundin über Probleme in der Nähe. Wie immer erkläre ich meinen Kunden die unterschiedlichen Linsensysteme nicht nur verbal, sondern skizziere die Möglichkeiten auf ein schlichtes weisses Papier. Das hat sich super bewährt. Alles was man hört und sieht, kann sich „Mensch“ ja bekanntlich besser einprägen.

Nachdem ich meiner Kundin alles erläutert hatte, sprang sie vom Stuhl, huschte zu ihrer Handtasche und holte ein Schwere-Pendel heraus. Danach legte sie nach und nach die linke Hand auf meine skizzierten „Kunstwerke“ und pendelte mit der rechten Hand jedes Linsensystem aus. Ich staunte nicht schlecht, als sie dann meinte: „Das hier! Mit diesem Linsensystem starten wir!“ Ich erwiderte: „OK, machen wir. Sagen Sie, funktioniert das immer?“ „Nein, manchmal irrt ER sich. Aber ER nimmt mir oft schwierige Entscheidungen ab und macht es mir dadurch etwas leichter!“

Wir beide grinsten uns an. Sie ist tatsächlich nicht die typische Esoterikerin, sondern ein total entspannter und angenehmer Mitmensch. Nun bin ich natürlich sehr gespannt, ob die Pendel-Entscheidung auch wirklich Recht behält. Ich halte Euch auf dem Laufenden!

Der grosse Schelm mit Brille

An meine Brille

Ich wäre glatt verloren,
wärst du nicht stets bei mir.
Du hängst an meinen Ohren
grad so, wie ich dir.
Ich trag dich, wenn auf Zehen
die Nacht sich niedersenkt.
Dann kann ich besser sehen
den Traum, der mich umfängt.
Und wenn ich einst verschwinde
für immer, bleib bei mir.
Damit ich sicher finde
den Weg zur richt’gen Tür.

(Heinz Erhardt)

Heinz Erhardt war bekanntermassen kurzsichtig und brauchte eine Brille. Und da er unter Lampenfieber litt, trug er auf der Bühne immer eine Brille mit Fensterglas 🙂

Wer, wie ich, nicht genug von Heinz Erhardt bekommen kann, sollte sich zum Thema „Brille“ diesen kurzen Videotrailer anschauen, es lohnt sich!

Ideen muss man haben! Teil 2

Im Februar habe ich Euch ja eine lustige Geschichte aus meinen Skiferien erzählt. Damals ging es um den Einfallsreichtum alterssichtiger Menschen, die sich bei ihrer schlechter werdenden Sehschärfe in die Nähe mit allen möglichen Mitteln behelfen.

Am letzten Samstag war ich in einer italienischen Espresso-Bar in Basel zu Gast. Am Nebentisch sass eine ältere Dame, perfekt gestylt und hübsch in Schale geworfen. Ihr Handy lag auf dem Tisch, darüber hielt sie eine Handlupe. Tief beugte sie sich nach unten über die Lupe und tippte dabei flink ein SMS in die Tastatur. Das ist doch eine völlig neue Methode, findet Ihr nicht auch? Allerdings: total umständlich. Diese gepflegte Dame kann also nur ihr Handy bedienen, wenn sie a) sitzt und b) eine Lupe dabei hat.

Übrigens, nachdem sie den Espresso getrunken hatte und ihr Handy wieder in ihrer Prada-Handtasche versorgt hatte, zog sie sich die Lippen mit dem Lippenstift nach. Dafür kam dann ein kleiner Spiegel zum Einsatz. Was für ein Wunder, dass sie dafür nicht auch noch die Handlupe benötigte. Das hätte ich so gerne gesehen 😉 !

Albert Einstein oder doch Marilyn Monroe?

Besteht eine Ähnlichkeit zwischen Albert Einstein und Marilyn Monroe?

Einstein_Monroe

Bild: Aude Oliva / Massachusetts Institute of Technology

Die Schwarz-Weiss-Abbildung wurde von amerikanischen Forschern um Aude Oliva (Massachusetts Institute of Technology) entwickelt. Man kann damit herausfinden, ob man kurz- oder weitsichtig ist. Erkennt man Einstein, dann ist man auskorrigiert, lächelt einem jedoch Marilyn Monroe entgegen, dann sollte ein Augenoptiker aufgesucht werden :-). 

Bei der Abbildung handelt es sich um ein sogenanntes Hybridbild. Im Computer wird ein Motiv weichgezeichnet (hier: Monroe) und ein zweites kontrastreiches Bild (hier: Einstein) darübergelegt. In der Nähe nimmt das menschliche Auge vor allem die Konturen wahr, in der Ferne dominieren die Hell-Dunkel-Unterschiede. Damit ist es auch völlig normal, dass man in der Nähe Einstein und in der Ferne Monroe erkennen kann.

Viel Spass bei diesem ungewöhnlichen und interessanten Sehtest!

Hase – Oster Hase ;-)

Osterhase_2015 024_480

 

Mein Name ist Hase.
Oster Hase.
Meine Mission: Ostereier,
erst dann gibt's ne richtige Feier.
Moneypenny komm lass uns gehen, damit wir keinen übersehen.
Ostereier verteilen ist ne echte Freude, drum lieber keine Zeit vergeude!

frei und fröhlich gereimt von Eurer Hecht-Bloggerin 😉

Ideen muss man haben!

Es gibt ja die unterschiedlichsten Möglichkeiten, wie sich Menschen bei einer schlechter werdenden Sehschwäche in die Nähe selbst zu helfen wissen. Die Lesebrille seines Partners verwenden, die Zeitung mit „langen Armen“ halten, die vorhandenen Glühbirnen mit höheren Wattzahlen ausstatten, die Fernbrille abnehmen (klappt nur bei den Kurzsichtigen!) oder einfach aufs Lesen zu verzichten. Erschwert wird dieser Sachverhalt, wenn man sich dazu noch draussen aufhält. Abgesehen von uns korrigierten Kontaktlinsenträgern mit fantastischen multifokalen Linsen 😉 werden die wenigsten Nicht-Linsen-Träger eine korrigierte Sonnenbrille für Ferne und Nähe besitzen. Es gibt aber eine tolle Variante, die ich zuvor auch noch nie gesehen habe. Aufgepasst!

In meinen Skiferien konnte ich während einer Seilbahnfahrt bei einem etwa 50jährigen Mann beobachten, wie er das Problem der Alterssichtigkeit auf seine Weise löste. Um die Skigebietskarte lesen zu können, schob er einfach eine schmale Lesebrille (an der er die Bügel abmontiert hatte!) zwischen Augenpaar und bereits aufgesetzter Sonnenbrille. Das klappt!

Das ganze Manöver stellte sich ein wenig ungelenk dar: Man stelle sich vor, er musste gleichzeitig Lesebrille hineinschieben, Skier und Stöcke halten und mit dem Schwanken der Seilbahn klar kommen. Übrigens: Skischuhe sind dabei nicht unbedingt eine grosse Hilfe, um den unsicheren Stand auszugleichen. Ich hätte Euch so gerne diese Szene fotografisch festgehalten, aber ich habe mich ehrlich gesagt nicht getraut und konnte nur ungläubig dabei zuschauen.

Eine echt tolle Illusion!

  • Entspanne Dich und starre ca. 30-45 Sekunden auf die 4 kleinen Punkte im Bild.
  • Dann schau langsam auf eine Wand in Deiner Nähe (am besten eine einfarbige grosse Fläche) oder schliesse einfach Deine Augen.
  • Schaut man lange genug auf die Fläche, dann erkennt man plötzlich wie sich ein heller Fleck bildet.
  • Nun musst Du ein paar Mal blinzeln und Du wirst eine Figur entdecken.
  • Was siehst Du? Oder vielmehr WEN siehst Du?

Viel Spass!

Illusion

Schon einmal gehört?

Ich war etwas baff, als ich diese Woche in den News las, dass sich eine Schweizerin die Augen Lasern liess, und zwar nicht um keine Brille mehr tragen zu müssen, sondern um ihre Wunsch-Augenfarbe zu verändern.

Bei dieser neuen OP-Technik, ähnlich dem Tattoo stechen, wurde zum ersten Mal ein ringförmiger Teil der Iris ausgeschabt und danach mit einer smaragdgrünen Farbe aufgefüllt. Offenbar dauert die Operation nicht sehr lange, ist irreversibel und beeinträchtigt die Sehschärfe nicht.

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Bildquelle: Joel Horisberger / www.lifepictures.ch

Nach der Operation in einer französischen Klinik musste die Patientin über mehrere Tage eine Sonnenbrille tragen, da die Augen stark empfindlich reagierten. Die operierte Frau ist mit dem Resultat mehr als zufrieden, sie sei nun stolz darauf, eine einzigartige Augenfarbe zu besitzen, fühle sich nun femininer und jünger.

Prinzipiell muss ja jeder selbst wissen, was er tut, doch eine solche Operation finde ich einfach nur unnötig und das Ergebnis ist echt gewöhnungsbedürftig.

Sind Karotten gut für die Augen?

Vorweg: wer schlecht sieht, wird durch den Genuss von Karotten keinen besseren Durchblick bekommen. Die Sehschärfe lässt sich mit Vitamin A nicht verbessern. Allerdings ist in Karotten Betacarotin enthalten, welches im Körper in Vitamin A umgewandelt wird. Und dort ist das Vitamin A u.a. auch für die Augen, genauer gesagt, für die Sinneszellen der Netzhaut wichtig. In den Sinneszellen, den Stäbchen und Zapfen, wird das Licht in Nervenimpulse umgewandelt. Unser Körper braucht für den Aufbau der Sehpigmente in den Sinneszellen notwendigerweise Vitamin A, ein Mangel würde sich durch Sehprobleme in der Nacht bemerkbar machen.

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Aber woher kommt dann das Ammenmärchen, dank Karotten besser sehen zu können? Dazu gibt es eine kuriose Anekdote: Die britische Luftwaffe setzte im zweiten Weltkrieg zum ersten Mal einen Radar ein. Mit dieser neuen Art der Ortung konnten die Briten auch nachts Treffer landen. Die British Royal Air Force streute das Gerücht, dass die gute Nachtsicht auf den hohen Konsum von Karotten zu begründen sei. Die Bevölkerung in England und auch im Ausland pflanzte nun fleissig Karotten im Garten, um nachts bei den häufig vorkommenden Stromausfällen, besser sehen zu können.

Übrigens, Kohl, Spinat (ich sag nur: Popeye ;-)) und Kürbis enthalten mehr Betacarotin als Karotten. Milchprodukte, Fisch oder auch Leber enthalten sogar das fertige Vitamin A, welches unser Körper direkt aufnehmen kann.

„Ein echter Kick!“

Ich staune über die Kreativität unserer Jugendlichen. Der letzte Schrei zur Stimmungssteigerung bei Teenagern ist die Lippenpomade. Diese wird auf die Augenlider gestrichen. Es handelt sich dabei um keine normale Lippenpomade, nein, es wird eine spezielle Salbe mit einem stark reizenden Pfefferminzöl verwendet. Der Kick hat bereits einen Namen: „beezin“ und leitet sich ab von der populären „Burt’s Bees“ Lippenpomade. Die Jugendlichen beschreiben den Kick vergleichbar mit Alkohol oder Marihuana. Das Pfefferminzöl ist sehr stark, führt zu Entzündungen und Schwellungen an den Augenlidern und ist selbstverständlich für diese Art von Nutzung für die Gesundheit nicht förderlich.