Du bist mein Augenheld!

Jetzt muss ich Euch allen die Geschichte von meiner sympathischen Sportskollegin Lara erzählen. Lara ist übersichtig und hat dazu noch eine starke Hornhautverkrümmung. Ich habe sie im Fitnesscenter kennen gelernt und zu Beginn trug sie auch immer eine Brille. Ich fand das eigentlich immer schade, da durch das Schwitzen und die Bewegung – ja, wir bewegen uns beim Sport 🙂 – eine Brille eher störend als hilfreich ist. Nein, weisst Du, ich habe schon alles ausprobiert: Monatslinsen, Tageslinsen und auch einmal formstabile Linsen, aber das hat überhaupt nicht funktioniert. Na ja, wie lange hast Du denn die formstabilen Linsen getestet, frage ich nach. Also, die konnte ich nur eine Stunde tragen, entgegnet sie. Gut, das ist aber viel zu kurz um zu entscheiden, ob es geht oder eben nicht. Eine Chance hat diese Kontaktlinse ganz sicher verdient, weil sie dein Augenproblem lösen könnte. Echt, das wäre natürlich super.

Gesagt, getan: Nach sage und schreibe einem halben Jahr (!) Probetragen – ist zum Glück bei nicht allen Einsteigern so!!!! – hat sie es geschafft. Und wisst Ihr was das Lustige dabei war? Sie war in den Ferien auf Ibiza !!!! und kam zurück nach Hause und alles war plötzlich gut. Was die Insel Ibiza für magische Kräfte für das Kontaktlinsen tragen hat, weiss ich allerdings bis heute nicht. Auf alle Fälle trägt sie nun täglich die formstabilen Linsen, bei der Arbeit und auch im Sport und ist super happy!

Gestern sagte sie zu mir: Du bist mein Augenheld! Was für ein Kompliment 🙂

Der letzte Termin!

In meiner alltäglichen Arbeit geht es immer ein wenig drunter und drüber. Letzte Woche musste ich doch ein wenig schmunzeln. An diesem Abend, mein letzter Termin: Eine schicke Mitte 50 Jährige stürmt unser Kontaktlinsenstudio und blickt vorwurfsvoll auf ihre Uhr, da ich sie bat noch kurz im Wartezimmer Platz zu nehmen. Ihre Begrüssungsworte waren klar formuliert: „Ich sehe nichts mit meinen Kontaktlinsen, GARNICHTS!“ Eigentlich wollte sie nicht einmal richtig Platz nehmen, weil sie aus einem Meeting käme und dort auch wieder so schnell als möglich hin müsse. Da hilft nur: Auf zehn zählen, RUHE bewahren!!! Und siehe da, ich konnte sogar eine Beurteilung mit unserem Mikroskop (bei uns nennt man es Spaltlampe)  machen und feststellen, dass sie dummerweise auf beiden Augen die gleiche Korrektur trug. Da ist das Sehen natürlich schlecht, wenn beidseits eine +1.00 Linse eingesetzt wird und auf der linken Seite eigentlich eine Korrektur von +3.75 benötigt wird. Ein kleiner wichtiger Unterschied! Ich konnte zum Glück sofort Abhilfe schaffen und fast wäre sie mir noch um den Hals gefallen. Ich bin mir ganz sicher, sie wird wiederkommen 🙂

Lauschangriff

Ich gebe zu: Erst kürzlich beim Nachtessen in unseren Wellnessferien habe ich mitgelauscht. Aber als das Wort “Kontaktlinse“ am Nachbartisch gefallen war, wurden meine Ohren zwangsläufig immer grösser. Ein Mitvierziger erklärte seinem Vater, dass es keine Kontaktlinsen geben würde, die Ferne und Nähe korrigieren könnten. WAS! Stimmt ja gar nicht! Es juckte mich in den Fingern mich einzumischen, aber ich beherrschte mich. Trotzdem lauerte ich auf meine Chance diesen Sachverhalt richtig zu stellen.  Als sich der besagte Mittvierziger tatsächlich an der Hotelbar neben mich setzte, packte ich all meinen Mut zusammen und sprach ihn an. Aha, müssen Sie Ihre Brille abnehmen, um die Cocktailkarte zu lesen, schmunzelte ich. Da habe ich es einfacher: Ich habe Kontaktlinsen, die beides perfekt korrigieren können! Er schaute mich total ungläubig an und meinte: Jetzt hat man mir beim Augenoptiker immer erzählt, dass dies nicht möglich sei!  Doch, es funktioniert und das richtig gut, entgegnete ich. Ich zeichnete die Funktionsweise meiner Kontaktlinsen auf einer Serviette auf und erklärte ihm, wie diese Mehrstärkenlinsen funktionieren.

Serviette_2 006Das einfachste und preiswerteste System ist die sogenannte Monovision-Versorgung. Dabei wird auf dem einen Auge die Ferne und auf dem anderen Auge die Nähe korrigiert. Es gibt aber tatsächlich auch Mehrstärkenlinsen, vergleichbar mit den bekannten Mehrstärkenbrillen. So zum Beispiel die alternierenden Linsen, welche über einen getrennten Fern- und Nahteil verfügen und einer Bifokalbrille sehr ähnlich sind.

Andere alternierende Systeme haben ein kreisförmig aufgebautes Design, dabei liegt im Zentrum die Ferne und in der Peripherie die Nähe.

Bei den sogenannten Simultanlinsen sind die Sehbereiche so angeordnet, dass man gleichzeitig durch ein Fern- und ein Nahteil schaut. Dabei entsteht zum Beispiel in der Ferne ein scharfes Bild für die Ferne, welches überlagert wird durch ein unscharfes Bild der Nähe. Beim Blick in die Nähe ist es genau umgekehrt. Es klingt zwar ein wenig verrückt, aber es funktioniert.

Und selbstverständlich kann man die Systeme miteinander kombinieren, dann spricht der Fachmann von einer modifizierten Anpassung.

Nach einer Weile fragte er mich, warum ich denn so gut Bescheid wüsste. Ich habe mich daraufhin als Kontaktlinsenspezialistin geoutet. Er werde nach seinen Ferien mit seinem Augenoptiker Kontakt aufnehmen und diesen Sachverhalt nochmals mit ihm besprechen.

 

Advent, Advent …

Weihnachtsmann_300„Advent, Advent, meine Kontaktlinse brennt, erst rechts, dann links, o weiha, die Träne rennt.

Doch die Chilischote gibt erst die richtige Note.

Dumm nur, dass ich versäumte, nicht zuerst die Linse aus dem Auge räumte.

Die Moral der Geschicht, an Heiligabend lieber nicht solch ein Gericht!“ 🙂

++++ Chillige Weihnachten wünscht Euch Eure Hecht-Bloggerin ++++

Kontaktlinsen richtig angepasst!

Eine gute Bekannte sprach mich gestern auf meine Tätigkeit als Kontaktlinsenanpasserin an. Sie trage seit sehr vielen Jahren eine Brille. Beim Fitness sei dies aber jedes Mal mühsam, da die Brille ständig von der Nase rutscht. Im Winter beschlagen die Brillengläser nun wieder beim Wechsel vom kalten Draussen ins warme Drinnen, das störe sie vor allem beim Skifahren. Aber ob es denn so sei, dass sie sich einfach die Brillenkorrektur als Basis für die Bestellung von Austauschlinsen im Internet besorgen könne?

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