Schwungvoll in die abendliche Nachkontrolle

Kürzlich abends – der letzte Termin in der Agenda – die alljährliche Kontrolle einer langjährigen Kundin. In unserem kurzen Vorgespräch bat sie mich neben dem üblichen Routine-Check noch eine Messung der aktuellen Brillenwerte durchzuführen.

Schon während der Kontrolle des vorderen Augenabschnitts bemerkte ich ihre Müdigkeit. Ihr fielen im wahrsten Sinne des Wortes die Augen zu. Im Innern dachte ich mir schon, das wird schwierig werden. Für eine genaue Brillenmessung braucht es erfahrungsgemäss die volle Aufmerksamkeit des Kunden. Aber wenn jemand fast einschläft?

Da kam mir eine super Idee! Erst zwei Wochen zuvor – beim 11. Freiburger Contactlinsenforum – hatten wir nachmittags – alle schon etwas müde – einen ganz tollen Programmpunkt: „Leben ist Bewegung“ mit Joachim Auer. Joachim – ein total sympathischer „Sportsman“ – brachte uns in einer Minute wieder auf Touren. Eine Minute! Mit wirklich sehr einfachen Übungen waren wir alle wieder plötzlich ganz Ohr! Zum Glück konnte ich mir einen Flyer ergattern 🙂 !

Genau diesen Flyer schnappte ich mir und fragte meine Kundin, ob sie nicht Lust hätte gemeinsam mit mir – innerhalb einer Minute – wieder fit in den Abend zu starten?  Sie konnte nicht anders 😉 ! Wir beide absolvierten das „1 Minuten Programm“. Sie grinste mich danach an und meinte es ginge ihr nun schon viel besser. Den Flyer wollte sie auch gleich behalten. Den Flyer habe ich ihr geschenkt und die Brillenmessung schafften wir mit Links.

1 Minuten Programm von Joachim Auer

Inzwischen habe ich mir einen Flyer laminiert und in meine Schublade gelegt. Ganz sicher werde ich nächstens jemanden wieder zu einer bewegenden Minute einladen!

Übrigens: wir führen Sehprüfungen durch – bei Joachim Auer kann man den Körperführerschein machen! Wer Joachim und  sein Bewegungswerk kennenlernen möchte, hier geht’s zu seiner Website!

Sharing Economy als Trend – auch bei Kontaktlinsen?

Wir teilen offenbar immer mehr: Fahrräder, Autos, Wohnungen, Sofas… Das Teilen – als hipper Begriff unter „Sharing“ bekannt – liegt voll im Trend. Die meisten Menschen – vor allem zwischen 16 und 24 Jahren – finden das Teilen aus zwei Gründen besonders sinnvoll: zum einen ist es preisgünstig und zum anderen gut für die Umwelt.

Aber ist es tatsächlich solidarisch und machen die Menschen dies aus reiner Nächstenliebe? Wohl kaum! Auf dem Wohnungsmarkt in Berlin ist der Sharing-Boom längst zum Problem geworden. Viele Zweitwohnungsbesitzer vermieten ihre Wohnungen viel lieber an Touristen als an die Einheimischen.

Darüber könnten wir ja jetzt stundenlang diskutieren, hier geht’s ja immer noch um Kontaktlinsen. Warum komme ich überhaupt auf dieses Thema? Nun: eine junge Kontaktlinsenträgerin hat mir unlängst berichtet, dass sie sich mit Ihrer Mutter die farbigen Linsen für den Ausgang „teilt“! Ich war entrüstet und im ersten Moment konnte meine Linsenträgerin nicht begreifen, was daran so schlimm sein soll.

Daraufhin fragte ich sie, ob sie sich denn auch ihre Zahnbürste mit ihrer Familie teilt?

Sicher nicht!

Kontaktlinsen teilen ist vor allen Dingen in höchstem Masse unhygienisch! Ausser man hat irre viel Lust auf tausende kleine Bakterien und die Erfahrung für eine sicher vorprogrammierte Augenentzündung. Ja dann mal los!

Wie eklig ist das denn!

Und übrigens: eine Kontaktlinse ist auch nur so gut, wie sie angepasst worden ist. Ganz einfach: jedes Auge ist unterschiedlich und hat seine eigenen Bedürfnisse!

Ich hoffe sehr, dass sie es sich zu Herzen genommen hat.

Also: Sharing bei Kontaktlinsen – sicher nicht! Ein echtes No-Go!

Was Altersichtigkeit? Ich doch nicht!

Vor noch nicht allzu langer Zeit hat sich ein guter Freund von mir etwas zu stark aus dem Fenster gelehnt 🙂 ! Er hatte sich nämlich lauthals über seine Kollegen lustig gemacht, die nun neuerdings eine Lesebrille bräuchten und immer wieder betont, wie gut er sehen würde. So quasi: das kann mir doch nicht passieren!

Jetzt, etwa ein knappes Jahr später, kommt dieser besagte Freund zu mir und flüstert mir ins Ohr: „Du sag mal, das Sehen in der Nähe ist echt anstrengend, oft verschwimmen mir abends und bei schlechtem Licht die Buchstaben vor den Augen. Das ist echt mühsam! Kann man da was machen?“

„Nein, sag jetzt nicht so was, das ist doch nicht möglich: Du siehst tatsächlich schlechter? Ich dachte schon der liebe Gott hat es besonders gut mit Dir gemeint und Dich verschont!“

Wenn Blicke töten könnten … Er war ganz kleinlaut und trotzdem sehr interessiert daran, welche Art von Möglichkeiten es aus dem Markt gibt, um dieses „Problem“ zu beheben. Auf alle Fälle durfte es KEINE klassische Lesebrille sein, da könnten ja seine Kollegen feststellen, dass er nun auch auf der Insel „Not forever young“ angekommen ist.

Ich habe ihm trotzdem geholfen 😉 Selbstverständlich wollte er es nur mit Kontaktlinsen korrigieren, aber mein kleinlauter Kollege hatte eine schlechte Motorik und konnte die Linsen nicht aufsetzen. Auch dort war etwas zu euphorisch! Schlussendlich hat er nun eine wunderschöne Brille bekommen, die ihm ausserordentlich gut steht! Er ist sozusagen geheilt und plötzlich ganz „ruhig“ geworden 🙂 .

Hauptsache „Muckis“!

Heute geht es mir einmal mehr um die Faszination Mensch! Ich weiss, normalerweise geht es hier auf unserem Blog mehrheitlich um unsere Augen, aber heute mache ich mal eine Ausnahme. Unsere Muskeln ermöglichen uns das tägliche Leben zu meistern und viele Muskeln haben erstaunliche Fähigkeiten! Ich habe Euch einen kleinen Überblick zusammengestellt:

Unser Auge ist für ewig – unsere Leber nicht!

Wisst Ihr, dass sich die meisten Gewebe im menschlichen Körper regelmässig erneuern?

Also egal wie alt wir sind und wie wir uns fühlen 🙂 , das Meiste an unserem Körper ist tatsächlich rund zehn Jahre jünger! Unsere Leber wird alle bis zwei Jahre erneuert, die roten Blutkörperchen sind gerade 120 Tage alt und unsere Haut regeneriert  innert nicht einmal zwei Wochen. Dabei werden „alte“ beschädigte Zellen entsorgt und Neues entsteht. Das gesamte menschliche Skelett wird alle zehn Jahre komplett ersetzt. Die Zellen der Darmschleimhaut werden rund eine Woche alt, die Zellen unserer Augenlinsen dagegen bleiben das ganze Leben. Es gibt weitere Ausnahmen: die Nervenzellen der Grosshirnrinde, welche unser bewusstes Handeln und Verhalten steuert oder auch die Zellen im Herzmuskel, diese Zelltypen müssen ein ganzes Leben halten und werden nach unserer Geburt nicht mehr erneuert.

Ein schwedisches Forscherteam um den Stammzellbiologen Jonas Frisén hat eine Methode entwickelt, mit der sich das Alter sämtlicher Gewebe im menschlichen Körper bestimmen lässt. Seine interessanten Studien könnt Ihr auf der Website des Stockholmer „Karolinska Institutet“ nachlesen!

Jawohl, ich lebe noch …

Verzeiht mir, ich habe Euch etwas vernachlässigt, ich weiss, aber eben … Manchmal muss man Prioritäten setzen. Ich hatte, wie viele anderen Menschen auch, einiges um die Ohren. Und immer wieder plagt einen das schlechte Gewissen. Es haucht Dir immer wieder ein: „Schreib endlich wieder etwas für Deine Hecht-Blog-Fangemeinschaft!!!“ Würde ich ja gerne, aber was? Ab und zu fehlen einem schlichtweg gute Ideen. Ist das tatsächlich das typische Januarloch? Nehmt es mir nicht übel. Ich bleibe am Ball! Ganz grosses Indianer-Ehrenwort! Eure Hecht-Bloggerin 🙂

… dann halt ohne Weihnachtsbrötchen!

Hallo Ihr Lieben
Eigentlich wollte ich gestern Abend meine Weihnachtsbrötchen zum Thema „Hecht-Logo“ backen, ABER wie es manchmal im Leben so kommt, die Guetzli sind so breit geworden, dass ein Logo nicht mehr zu erkennen war 🙁 .. Zum Glück schmecken sie gut! Nun habe ich in meinem Postkarten-Portfolio nachgeschaut und tatsächlich eine witzige Weihnachtskarte von „Tetsche“ gefunden, die auch wunderbar zum Thema Augen passt!

Ich wünsche Euch allen wunderschöne Weihnachten – mit oder ohne Weihnachtsbrötchen – und ein tolles neues Jahr mit vielen Lichtblicken!

Eure Hecht-Bloggerin

P.S. Ich starte im nächsten Jahr nochmals einen Back-Versuch 😉 !

Fest, hart oder doch formstabil?

Häufig werde ich gefragt, was denn der Unterschied zwischen einer harten Linse und einer halbharten Linse sei. Genau genommen gibt es heutzutage keinen Unterschied mehr. Früher hat man tatsächlich bei einer Linse, die keinen Sauerstoff an die Hornhaut durchgelassen hat, von einer harten Linse gesprochen. Die geringfügig sauerstoffdurchlässigen Linsen bezeichnete man damals als halbharte Linse. Seit vielen Jahren spreche ich immer von formstabilen Linsen, ich finde bei all der „Begriffsduselei“ hört sich dieses Wort am besten an, oder nicht?! Vor allem bei der allgegenwärtigen Diskussion mit weichen Kontaktlinsen. Logisch würde ich mich als Endverbraucher doch viel lieber für etwas „Weiches“ wie für etwas „Hartes“ entscheiden. Rein psychologisch ist es tatsächlich besser von formstabilen Kontaktlinsen zu sprechen. Zweifellos ist die formstabile Kontaktlinse bei vielen Kontaktlinsen-Interessenten nicht bekannt. Klar, bei einem Anteil von knapp zehn Prozent, ist dies nicht weiter verwunderlich und trotzdem hat sie über die Jahre hinweg einen „festen“ Platz erobert, nicht nur in meinem „Kontaktlinsen-Anpasser-Herz“, sondern auch bei vielen glücklichen formstabilen Kontaktlinsenträgern. Oft sind die wahren inneren Werte dieser Kontaktlinsenart nicht bekannt oder es existieren zahlreiche Vorbehalte.

Für all diejenigen, die von diesen Kontaktlinsen noch nie etwas gehört haben, hier die „harten“ Fakten:

  • Formstabile Kontaktlinsen haben eine exzellente Langzeitverträglichkeit, weil das Material Sauerstoff durchlässt, Tränen die Kontaktlinsen unterspült und so genügend Sauerstoff an die Hornhaut heranlassen.
  • Formstabile Kontaktlinsen werden bei schlechten Tränenbedingungen besser vertragen, weil sie kein Trockenheitsgefühl am Auge erzeugen.
  • Formstabile Kontaktlinsen sind für bestimmte Augenformen (z.B. Hornhautverkrümmung, Keratoconus, nach Hornhauttransplantat) die einzig sinnvolle Korrektionsmöglichkeit.
  • Formstabile Kontaktlinsen sind einfach in der Handhabung.
  • Formstabile Kontaktlinsen sind sehr pflegeleicht und können im Vergleich mit anderen Linsen über einen längeren Zeitraum verwendet werden.

Nun werdet Ihr Euch zu Recht fragen – bei all den Vorteilen – gibt es einen Haken an der ganzen Sache?

  • Formstabile Kontaktlinsen benötigen bei der ersten Verwendung eine Gewöhnungszeit von etwa einer Woche. In der Eingewöhnung nimmt man die gute Beweglichkeit als ein leicht störendes Tragegefühl wahr. Nach dieser Gewöhnungsphase werden auch formstabile Kontaktlinsen nicht mehr gespürt.
  • Formstabile Kontaktlinsen sind weniger gut zum Schwimmen oder generell beim Wassersport geeignet. Allerdings kann mit einer guten Schwimmbrille die Verlustgefahr deutlich herabgesetzt werden.

Solltet Ihr nun tatsächlich einmal den Versuch wagen, dann fragt einfach beim Augenoptiker Eures Vertrauens nach!

Der Mond ist aufgegangen …

Ich bin Euch noch eine Antwort schuldig 🙂 ! Vor kurzem habe ich Euch ja von meiner esoterischen Kundin erzählt, die „nur“ aufgrund des Pendelausschlags die Entscheidung für oder gegen ein Linsensystem gefällt hat.

Nun war ich natürlich sehr darauf gespannt, was sie mir bei der ersten Nachkontrolle berichten würde. Sie habe eine weniger gute Fernsicht (sie hat Recht, der Grund liegt an der noch zu verbessernden Korrektion), die Nähe sei aber hervorragend (stimmt auch!). Allerdings könne sie die Kontaktlinsen nicht weiterhin tragen, da sie momentan  die Mond-Kraft nicht ausnutzen kann und eine bessere Konstellation abwarten müsse.

OKAY … mir fiel auf die Schnelle kein passendes Gegen-Argument ein.
Nun warten wir beide auf einen möglichst günstigen Zeitpunkt. Soll ich mir nun wirklich einen Mondkalender zulegen? Ich hoffe sehr, dass ihr vor der nächsten Kontrolle nicht noch eine schwarze Katze über den Weg läuft 😉

Hauptsache gesund!

Was tut man nicht alles für Haut und Haar, für Leib und Seele! Bei unseren Augen verhält sich das aber meist ganz anders. In Gesprächen mit Kontaktlinsenträgern stelle ich immer mal wieder fest, dass das gute Sehvermögen oft als selbstverständlich betrachtet wird. Dem ist natürlich nicht so. Und das dem so bleibt, habe ich erst vor kurzem überlegt, ob es denn auch einen Gesundheitstrink fürs gute Sehen gibt. Dieser Smoothie soll all die essentiellen Nährstoffe enthalten, die für ein gutes Augenlicht wichtig sind. Dafür nehme man also folgende Zutaten:

ungesättigte Omega-3-Fettsäuren
Leinöl, Walnussöl
Vitamin C
Hagebutte, Sanddorn, schwarze Johannisbeere, Petersilie, Grünkohl, Brokkoli; Paprika, Spinat Zitrone, Orange, Mango, Tomate
Vitamin A
Karotte, Kürbis, Süsskartoffel, Aprikose, Papaya, Mango, Nektarine, Kaki, Sanddorn, Brokkoli, Grünkohl, Spinat, Löwenzahn, Sauerampfer
Vitamin E
Pflanzenöl, Nüsse, Kohl, Avocado
Vitamin B6 B12
Grünkohl, Spinat, Linsen, Feldsalat, Weizenkeime, Avocado, Fisch
Selen
Getreide, Nüsse, Eigelb, Linsen, Fisch, Fleisch
Lutein
Grünkohl, Spinat
Zeaxanthin
Mais, Eigelb, Paprika, Spinat, Mangold, Kresse
Anthocyane
Trauben, Rotkohl, Blaubeeren, Brombeeren, Kirschen

Um meinen ganz persönlichen Smoothie zusammenzustellen, habe ich die am häufigsten benannten Zutaten kombiniert mit meinen Lieblingsingredienzen. Et voilà: hier mein Cocktailmix:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

3 Karotten
2 EL Blaubeeren
1 EL geschälte Nüsse (bei mir waren es Cashew-Nüsse), mit Messer zerkleinern
2 Handvoll Spinatblätter
2 EL Leinöl (daran muss ich mich noch gewöhnen…)
2 EL Zitronensaft (Orangensaft werde ich noch testen)
mit Wasser verdünnen

Alle Zutaten in einem Mixer geben! Dann mit Wasser auffüllen und soweit verdünnen, bis der Smoothie die gewünschte Konsistenz erreicht! Der Geschmack könnte noch etwas besser sein 😉 ich werde den Trink noch einmal aufpimpen müssen … ich sage Euch Bescheid, wenn ich eine noch schmackhaftere Version entdecken sollte!

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