Warum haben Asiaten mandelförmige Augen?

Vorweg: der Begriff Schlitzauge gilt als erniedrigend, deshalb spricht man korrekt von einer sichelförmigen bzw. mandelförmigen Hautfalte oder auch Mongolenfalte.

Das sehr auffällige Merkmal der Augenpartie, welche die asiatischen Menschen von den Europäern stark unterscheidet, hat ihre Entstehung vermutlich in der Anpassung an die jeweiligen Klimabedingungen. Die Wissenschaft geht davon aus, dass die verengten Augen sich damit leichter an Sonne, Schnee, Wind und die allgemeinen Sichtverhältnissen anpassen konnten.

Die Behauptung Asiaten hätten durch die mandelförmige Form ihrer Augen ein eingeschränktes Gesichtsfeld stimmt so nicht. Der Eindruck der engen Augenpartie entsteht durch die sogenannte Epikanthus-Falte*. Diese Hautfalte, die senkrecht im inneren Augenwinkel entsteht, setzt sich waagrecht am Oberlid fort.

Europäer haben eine deutlich erkennbare Abgrenzung zwischen der Nase und dem Auge, das Oberlid besitzt eine Falte. Ein weiterer markanter Unterschied ist auch, dass das asiatische Auge viel stärker mit Fettzellen ausgepolstert ist. Deshalb ist es heute auch im asiatischen Showbusiness normal, sich die Augen liften zu lassen, um dem europäischen Augenaufschlag ähnlicher zu sein.

Der Asiate unterscheidet sogar noch zwischen „einer Lidfalte“ und der „doppelten Lidfalte“. Die doppelte Lidfalte gilt in Asien als Schönheitsideal. Aus diesem Grund gibt es kosmetische Kleber (auch „eye putti“ genannt), welche eine doppelte Lidfalte erzeugen und die Augen grösser und damit westlicher erscheinen lassen.

*Epikanthus medialis  = griechisch: επί epí „auf“, „darüber“; κανθός kanthós „Augenwinkel“; lateinisch: medialis „zur Mitte hin“

10 Fragen an Peter Moest!

Peter_Moest

  • Position: Studiengangsleiter Augenoptik/Optometrie der Beuth Hochschule Berlin und seit 23 Jahren Leiter des Praxis-Bereichs Contact-Linsen
  • Ausbildung:  Physiker und seit 1986 in liebevoller, kontinuierlicher Ausbildung durch unsere Studierenden
  • Sprachen:  nach altsprachlichem Gymnasium (mit Latein und Griechisch) viel zu wenig Englisch
  • Liebste Hobbies:  Draußen zu zweit mit der Einen (s.u.)
  • Alter, Zivilstand:  61 Jahre und davon 41 Jahre mit der Einen und davon 34 Jahre verheiratet

Was war Dein erster Job?

Wissenschaftlicher Assistent an der Technischen Universität Berlin, mit der Dienstaufgabe „Physikalisches Praktikum“

Wie bist Du zur Beuth Hochschule gekommen?

Zur „Berliner Schule (SFOF)“ kam ich 1986 als Stundenlehrer für das TO-Praktikum, zur TFH Berlin kamen wir 1998 per Gesetz („Augenoptik-Gesetz“ des Landes Berlin), zur Beuth Hochschule kamen wir zum 1.April 2oo9, wieder durch ein Gesetz, das die Umbenennung der Hochschule regelte.

Was wäre Dein Traumjob?

Mein Job ist mein Traumjob: Unterricht bei begeisterten Studierenden in der Fachgruppe Augenoptik/Optometrie der Beuth Berlin

Was magst Du an unserer Branche?

In erster Linie die Begeisterung und die Begeisterbarkeit unserer Studierenden – und eng damit verbunden: Die Partnerschaft mit der fördernden Contactlinsen-Industrie

An welches Ereignis in Deiner Karriere erinnerst Du Dich am liebsten?

Gewinn des Rupp+Hubrach-Preises 2oo3 durch unsere beiden Arbeiten zum dynamischen Sehen und zum Visualtraining (Carmen Koch und Ellen Rietdorf)

Welche Persönlichkeit hättest Du gerne einmal getroffen?

Ernesto Cardenal, den Priester der Revolution in Nicaragua

Auf welchen Luxus könntest Du am ehesten verzichten?

Auf die Wellness-Bereiche der großen Hotels, ich treffe lieber nette Menschen

Dein wichtigstes Ziel im Leben?

Mein (privates) Glück mit meiner Frau in Einklang zu bringen mit der Arbeit mit den Studierenden

Wenn ich 15 Minuten nur für mich habe…

.. schaue ich die Schönheit der Sterne an

Welche Ratschläge würdest Du einem jungen Unternehmer heute geben?

Bildet ein begeistertes Team, gemeinsam seid Ihr unschlagbar

  • Pop oder Schlager?  Die schöneren Stimmen gibt’s zurzeit im Pop
  • Bier oder Wein?  Das hängt vom Tag ab, die Bier-Tage sind mehr als die Wein-Tage
  • Kreuzfahrt oder Safari?  Solange keiner schießt: Die Safari
  • Winnetou oder Old Shatterhand?  Lieber Ideen als Gewehre
  • Nudeln oder Spätzli?  Unter dem Dach der bekannten Freiburger Firma am liebsten Spätzli
  • Berge oder Meer?  Immer beides – in letzter Zeit mit leichten Vorteilen für die Berge

(1 Joker)  mein Joker ist immer die oder der, die mit mir über den Tellerrand schaut

Wir verkaufen auch durchsichtige Produkte!

Mit diesem Statement überraschte mich eine langjährige Kundin im Gespräch während der Kontaktlinsen-Nachkontrolle. Sie lächelte mich an und wartete meine Reaktion ab.

Wir verkaufen durchsichtige Zahnspangen. Mit unserem Zahnschienenkonzept können sich die Zähne durch niedrige Kräfte und flexible Kunststoffe effizient, schnell und nahezu unsichtbar bewegen. 80-90% aller Fehlstellungen können damit korrigiert werden. Eine hässliche silberfarbene Spange bleibt den Betroffenen erspart. Die Zahnschiene sei individuell hergestellt und wird nur von eigens dafür ausgebildeten Zahnärzten angepasst.

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Der belgische Mediziner und Mikrobiologe Emile Pierre Marie van Ermengem entdeckt 1895 in verdorbenen Fleischwaren das sogenannte Botulinumtoxin (botulus= lat. Wurst, toxin=Gift), heute bekannt unter dem Namen Botox.

Es zählt zu den „dreckigsten“ und stärksten Giften. Der amerikanische Augenarzt Alan Scott erkennt in den Siebzigerjahren das therapeutische Potential und setzt das Nervengift hochverdünnt gegen Strabismus (manifestes Schielen) ein. 1989 wird es dafür in den USA zugelassen und bereits 1991 verkauft Alan Scott die Rechte zu einem Schleuderpreis von 4.5 Millionen Dollar an Allergan. Bis heute warnt Alan Scott vor den Spätfolgen von Botox. Allergan macht mittlerweile rund ein Drittel seines Umsatzes mit Botox.