Nicht den Mut verlieren

Es ist mucksmäuschenstill, nur ein kleiner Spatz fliegt fröhlich an mir vorbei und pfeift ein «Ja dann viel Glück!». Ich denke mir noch: „Gut, … OK … Vögel gehören hier her, aber ICH als Mensch?“ PUH …

Runterschauen geht nicht. Es ist verdammt hoch. Der Sprungturm wirft einen gigantischen Schatten auf das menschenleere Schwimmbecken. Meine nassen Füsse umklammern den rutschfesten Boden. Bereits die endlos lange Treppe mit den hunderten von Stufen empor zu klettern, war die erste Mutprobe. Höhenangst kenne ich «eigentlich» keine, doch plötzlich pocht mein Herz fest an meinen Brustkorb. Es ist ja nicht nur die Höhe, sondern das eigentliche Vorhaben, die «paar Meter 😉» mit 50 km/h in knapp zwei Sekunden  in die Tiefe zu springen.

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Streicheleinheiten

«Ich habe gerade im Computer nachgesehen und erleichtert festgestellt: Sie haben zum Glück noch nicht ausgecheckt!» Die Rezeptionistin strahlt mich an und meint: «Schön, sehe ich sie noch einmal, bevor sie abreisen. Wann besuchen sie uns wieder?» «Ich checke sofort wieder ein und bleibe einfach hier!“ 😀  Wir prusten beide lachend los. „Sobald ich wieder in der Stadt bin, komme ich selbstverständlich in ihr Hotel zum Übernachten. Ist doch logisch!»

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Hühnerkacke

Alle tun es – ohne Ausnahme! Und es ist befreiend: Ungeniert fluchen, was das Zeug hält. Sich mal so richtig Luft machen, den Anderen zum Teufel schicken, Gift und Galle speien. Ein Hoch auf das Donnerwetter! „Gopfrid Stutz“.

Ich weiss: Schimpfwörter haben einen verdammt schlechten Ruf und die Vulgärsprache eine himmelschreiende Macht. Stimmt! Trotzdem: Es lohnt sich einen differenzierten Blick auf die bellenden Kraftausdrücke zu werfen.

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Grübelmonster

In letzter Zeit falle ich abends todmüde ins Bett. Kaum ist das Licht gelöscht, bin ich wieder hellwach und starre ins dunkle Nichts. Mit klopfendem Herzen fängt mein Gedankenkarussell an zu drehen. Ich verliere mich in der Stille der Nacht in tausenden von Fragen. Antworten werden vor- und zurückgespult. Nonstop. Das macht mich total kribbelig. Kennt ihr das?

In der Fachwelt spricht man von „Rumination“. Das bedeutet so viel wie Wiederkäuen. Ich finde, das Wort trifft es auf den Punkt. Grübler kramen Vergangenes hervor, sinnieren, drehen, wenden und wägen ab. Vor allem aber suchen sie nach den eigenen Fehlern und kauen bis zum Sankt Nimmerleinstag daran herum.

Foto von Kazi Mizan auf Unsplash

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Alles gut! Echt jetzt?

Der zweite Lockdown hat mich irgendwie platt gemacht. Fakt ist: Meine persönlichen Glücksmomente sind im schnöden Corona-Alltag auf ein Minimum reduziert und ich wurschtle mich irgendwie so durch. Kennt ihr sicher auch! Oder?

Auf der Suche nach Lösungen – um mein emotionales Minenfeld  zu entschärfen 😏 – habe ich jede Menge Literatur gelesen. Glücksratgeber à gogo mit Happiness-Garantie. Ich stelle fest: ein gewinnbringender Markt in schwierigen Zeiten. Hochkonjunktur für alle Life-Gurus, Pardon Life-Coaches. Und es scheint am Ende des Tages ganz simpel zu sein: „Glück ist eine Entscheidung. Ändere deine Einstellung zu den Dingen – du hast es selbst in der Hand.“ Tja, so einfach ist das: Fang endlich an zu meditieren, schreib ein Dankbarkeitstagebuch und „Think positive“.

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Happy „Tollpatsch“ Day!

„Was hätten Sie denn gerne? Einen Cappuccino oder lieber einen Latte Macchiato? Mit oder ohne Zucker?“ Der junge Mann schaut mich lächelnd an. Nach kurzem Zögern stammle ich: „Wie jetzt? Ist das Ihr Ernst? Ja dann gerne einen Cappuccino ohne Zucker.“ „OK wird erledigt! Und warten Sie doch besser in der Sonne, Sie erfrieren ja sonst!“

Er huscht davon und kommt wenige Minuten später mit vollgepackten Armen zurück. Strahlend drückt er mir einen Pappbecher Kaffee in die Hand. „Ich habe um extra viel Milchschaum gebeten. Geniessen Sie es, ich wünsche Ihnen einen wunderschönen Sonntag.“

Foto von Eternal Seconds auf Unsplash

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Hör auf zu jammern!

JA … ich weiss, es gibt immer irgendwo jemanden, dem es deutlich schlechter geht als mir. Ich bin gesund, satt und munter, habe ein Dach überm Kopf, eine tolle Arbeit. Ich habe also nullkommanull Gründe mich ernsthaft zu beschweren. Und trotzdem: Ab und zu überkommt mich ein mieses Gefühl von Selbstmitleid. Aus heiterem Himmel ein Bull’s Eye mitten ins Cortex-Epizentrum: Mist Corona, OHA … Steuern fällig, Staub wischen, OMG … wie siehst du denn aus, Hallo schlechtes Wetter … alltäglicher Pipifax. In diesen Momenten ist einfach alles furchtbar und ungerecht.

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Funkstille

Seit einigen Wochen starrt mich das leere weisse Blatt Papier unerbittlich an. In meinem Kopf herrscht absolute Stille. Ein Türsteher gibt jeder Idee, jedem Gedanken ein kategorisches: «N E I N, du kommst hier nicht rein!» Nun hat das Blackout-Monster voll zugeschlagen.

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Social Media Sabbatical Woche 2

Woche 2

Um es gleich vorweg zu nehmen: Ich habe die Challenge nicht geschafft 🤭‼️ Ich k a p i t u l i e r e ‼️

In Zeiten von Corona und sozialer Isolation ist es selbstzerstörerisch sich in eine Social Media Detox Kur zu begeben. So eine Schnapsidee von mir! Und dann noch den kalten Entzug von einem Monat! Völlig übertrieben. Eine Woche hätte für einen Erstversuch absolut ausgereicht. Nun sind es am Ende halt „nur“ 10 Tage.

Foto von Karla Hernandez auf Unsplash

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Social Media Sabbatical Woche 1

„Ich bin dann mal weg – INSTA Sabbatical! Einen Monat lang hört und seht ihr nix, nada von mir.“

Den Beitrag habe ich schnell geschrieben und entschlossen teile ich ihn dann auch mit einem idyllischen Bild aus dem Schwarzwald.

Flüchtig denke ich noch: „Soll ich’s nicht erst einmal mit einer Woche probieren?“ Einen GANZEN Monat lang keine Likes, keine Kommentare, keine Stories, keine Bilder, kein Markieren. Einfach gar nichts 😳? Hallihallo analoges Leben!

Sicher? NÖ! Hundertprozentig sicher bin ich mir natürlich nicht. „Komm schon, stell dich nicht so an. Gib dir einen Ruck. Es gibt schliesslich keine halben Sachen!“ Meine innere Stimme macht mir Mut. Ich werde nun 30 Tage 😭 von der Bildfläche verschwunden sein. PUH! Ein schwerer Abschied!

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