Verzetteln

OH wie wunderbar! Du bist wieder hier! Glück gehabt! Vielen Dank für deine Neugierde und Engelsgeduld! Ich W E I S S … schon lange nichts mehr voneinander gehört. Ich war nicht untätig. NEIN NEIN. Meine gesammelten Ideen, hastig hingekritzelt auf unzähligen Notizblättern, stapeln sich inzwischen in schwindelerregende Höhe auf meinem Schreibtisch – like a Prime Tower 😉 -. Die Zettelwirtschaft erinnert mich täglich daran: «Hey schreib mal wieder was. Es wird allerhöchste Zeit!»

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Sowas von entspannt

Mein Tag hat 24 Stunden. Wie bei allen anderen Menschen auch 😉. Bin ich mal wach und quietschvergnügt auf Achse, dann reicht mein Oktan 98 für eine ganze Armee. Das ist halt mein Naturell. Immer schon. Allerdings verwechseln einige Leute mein quirliges Temperament fälschlicherweise mit: „Unter Strom … Hä?“, „Machst du Kilometer?“ oder „Stress?“. Nee … Ich habe keinen Stress und mache mir auch keinen. Immer schön eins nach dem anderen. An alle Hobby-Seelenklempner da drausssen: Bei mir findet ihr keine psychologische Grossbaustelle.

Fakt ist:  Mein Alltag ist durch getaktet und fremdbestimmt. Ich arbeite als Kontaktlinsenspezialist schliesslich in der Dienstleistungsbranche, habe täglich mit den unterschiedlichsten Charakteren zu tun, mache Extrameilen für deren Anliegen und Wehwehchen.  Das ist nicht immer easy-peasy, kann anstrengend sein und selbst ich freue mich dann auch mal auf den verdienten Feierabend oder eine erholsame Siesta. Vielleicht mache ich mich jetzt unbeliebt … egal: Im Detailhandel gibt es so was wie Ladenöffnungszeiten: Daran kann sich jeder halten!

Foto von Ashim D’Silva auf Unsplash

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Erwachsen werde ich morgen

OK – Damit es nun alle wissen: Ich liebe unproduktives herumblödeln. Mein voller Ernst! Im staubtrockenen Alltag hat es für mich immer Zeit für sinnloses Geplänkel. Ich bin stets offen für Frotzeleien, habe ein riesengrosses Herz für Scherzkekse, Witzbolde und bin nebenbei selbst ein klitzekleiner Schelm.

Und wisst ihr warum? Ganz einfach: Ich kann mit Druck überhaupt nicht umgehen. Druck von aussen, von innen, von oben, aus allen Himmelsrichtungen … PUH … Druck ist pures Gift und macht – wenig überraschend – krank. ERGO: Zu viel Druck führt zu rein gar nichts.

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So. Was. Von. Loyal.

„Sag mal, … wann ist für dich der Moment erreicht, wo Loyalität endet?“

Die Sprachnachricht einer lieben Freundin hat meinen Denkapparat in Sekundenfrist aktiviert.

„Ich bin momentan an einem Punkt, an dem meine Grenze schon lange überschritten ist.“ meint sie geknickt. „Ich müsste dafür tatsächlich in den Kalender schauen 😊, um festzustellen, wann sich mein Urvertrauen langsam in Luft aufgelöst hat.“ schmunzelt sie. „Mich würde interessieren, was du dazu meinst.“

Loyalität = Pferde stehlen + durchs Feuer gehen!

Boah … gute Frage! Loyalität bedeutet mir verdammt viel. Genau genommen ist es für mich ein „24/7-Kodex“. Ein Geschenk ohne Ablaufdatum. Es gibt dabei kein eventuell oder vielleicht: Meine Loyalität gibt es entweder ganz oder gar nicht. Und ja richtig: Macht sich die Loyalität aus dem Staub, dann gibt’s für mich kein Zurück. Spätestens dann habe ich es kapiert und lass zukünftig meine Finger davon.

Ich habe es selbst erlebt: Die Hand ausgestreckt und am Ende wurde sie mir abgebissen – bildlich gesprochen natürlich 😉 -.

Foto von Ivan Aleksic auf  Unsplash

Rückendeckung? Fehlanzeige!

HA … Ich hab’s! … Es ist ein Zustand der Ernüchterung und des Alleingelassenwerdens. Die Gewissheit, es wiederholt mit positivem Instinkt, versucht zu haben, … ABER blöderweise Fairplay, Transparenz und Ehrlichkeit auf der Strecke bleiben. Die innere Verbundenheit ergreift die Flucht. BINGO: Beraubt von positiver Energie  geht der Mensch auf Abstand, verhält sich passiver und fühlt sich sowieso total unverstanden.

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Nicht den Mut verlieren

Es ist mucksmäuschenstill, nur ein kleiner Spatz fliegt fröhlich an mir vorbei und pfeift ein «Ja dann viel Glück!». Ich denke mir noch: „Gut, … OK … Vögel gehören hier her, aber ICH als Mensch?“ PUH …

Runterschauen geht nicht. Es ist verdammt hoch. Der Sprungturm wirft einen gigantischen Schatten auf das menschenleere Schwimmbecken. Meine nassen Füsse umklammern den rutschfesten Boden. Bereits die endlos lange Treppe mit den hunderten von Stufen empor zu klettern, war die erste Mutprobe. Höhenangst kenne ich «eigentlich» keine, doch plötzlich pocht mein Herz fest an meinen Brustkorb. Es ist ja nicht nur die Höhe, sondern das eigentliche Vorhaben, die «paar Meter 😉» mit 50 km/h in knapp zwei Sekunden  in die Tiefe zu springen.

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Streicheleinheiten

«Ich habe gerade im Computer nachgesehen und erleichtert festgestellt: Sie haben zum Glück noch nicht ausgecheckt!» Die Rezeptionistin strahlt mich an und meint: «Schön, sehe ich sie noch einmal, bevor sie abreisen. Wann besuchen sie uns wieder?» «Ich checke sofort wieder ein und bleibe einfach hier!“ 😀  Wir prusten beide lachend los. „Sobald ich wieder in der Stadt bin, komme ich selbstverständlich in ihr Hotel zum Übernachten. Ist doch logisch!»

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Hühnerkacke

Alle tun es – ohne Ausnahme! Und es ist befreiend: Ungeniert fluchen, was das Zeug hält. Sich mal so richtig Luft machen, den Anderen zum Teufel schicken, Gift und Galle speien. Ein Hoch auf das Donnerwetter! „Gopfrid Stutz“.

Ich weiss: Schimpfwörter haben einen verdammt schlechten Ruf und die Vulgärsprache eine himmelschreiende Macht. Stimmt! Trotzdem: Es lohnt sich einen differenzierten Blick auf die bellenden Kraftausdrücke zu werfen.

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Grübelmonster

In letzter Zeit falle ich abends todmüde ins Bett. Kaum ist das Licht gelöscht, bin ich wieder hellwach und starre ins dunkle Nichts. Mit klopfendem Herzen fängt mein Gedankenkarussell an zu drehen. Ich verliere mich in der Stille der Nacht in tausenden von Fragen. Antworten werden vor- und zurückgespult. Nonstop. Das macht mich total kribbelig. Kennt ihr das?

In der Fachwelt spricht man von „Rumination“. Das bedeutet so viel wie Wiederkäuen. Ich finde, das Wort trifft es auf den Punkt. Grübler kramen Vergangenes hervor, sinnieren, drehen, wenden und wägen ab. Vor allem aber suchen sie nach den eigenen Fehlern und kauen bis zum Sankt Nimmerleinstag daran herum.

Foto von Kazi Mizan auf Unsplash

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Alles gut! Echt jetzt?

Der zweite Lockdown hat mich irgendwie platt gemacht. Fakt ist: Meine persönlichen Glücksmomente sind im schnöden Corona-Alltag auf ein Minimum reduziert und ich wurschtle mich irgendwie so durch. Kennt ihr sicher auch! Oder?

Auf der Suche nach Lösungen – um mein emotionales Minenfeld  zu entschärfen 😏 – habe ich jede Menge Literatur gelesen. Glücksratgeber à gogo mit Happiness-Garantie. Ich stelle fest: ein gewinnbringender Markt in schwierigen Zeiten. Hochkonjunktur für alle Life-Gurus, Pardon Life-Coaches. Und es scheint am Ende des Tages ganz simpel zu sein: „Glück ist eine Entscheidung. Ändere deine Einstellung zu den Dingen – du hast es selbst in der Hand.“ Tja, so einfach ist das: Fang endlich an zu meditieren, schreib ein Dankbarkeitstagebuch und „Think positive“.

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Happy „Tollpatsch“ Day!

„Was hätten Sie denn gerne? Einen Cappuccino oder lieber einen Latte Macchiato? Mit oder ohne Zucker?“ Der junge Mann schaut mich lächelnd an. Nach kurzem Zögern stammle ich: „Wie jetzt? Ist das Ihr Ernst? Ja dann gerne einen Cappuccino ohne Zucker.“ „OK wird erledigt! Und warten Sie doch besser in der Sonne, Sie erfrieren ja sonst!“

Er huscht davon und kommt wenige Minuten später mit vollgepackten Armen zurück. Strahlend drückt er mir einen Pappbecher Kaffee in die Hand. „Ich habe um extra viel Milchschaum gebeten. Geniessen Sie es, ich wünsche Ihnen einen wunderschönen Sonntag.“

Foto von Eternal Seconds auf Unsplash

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